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Österreichs Bundespräsident in Belgrad

13. Februar 2002

– Klestil erwartet baldige Aufnahme Jugoslawiens in den Europarat

Belgrad, 12.2.2002, BETA, serb.

Österreichs Bundespräsident Thomas Klestil hat heute (12.2.) in Belgrad erklärt, die Bundesrepublik Jugoslawien habe die volle Unterstützung Österreichs bei der europäischen Integration. Ferner könne sehr bald damit gerechnet werden, dass Jugoslawien in den Europarat aufgenommen werde, da österreichische Abgeordnete sowohl das Amt des Präsidenten als auch des Generalsekretärs der Parlamentarischen Versammlung des Europarates bekleideten.

In der Mitteilung des Informationsdienstes des Bundesparlaments heißt es, bei ihren Gesprächen hätten der Vorsitzende des Bürgerrates des Bundesparlaments, Dragoljub Micunovic, und Klestil eingeschätzt, dass die Beziehungen beider Staaten sich fortwährend weiterentwickelten sowie dass beiderseitiges Interesse daran bestehe, die Kooperation insgesamt und die wirtschaftliche im Besonderen zu verbessern. Im Gespräch sei auf die Notwendigkeit hingewiesen worden, dass der Investitionsschutz, die doppelte Besteuerung und ähnliches gesetzlich verankert werden müsse, damit neben den Banken in Jugoslawien auch österreichische Firmen in Erscheinung treten und investieren können.

Micunovic hob hervor, "es ist eine wichtige Voraussetzung für unsere endgültige Einbindung in Europa", dass sich Österreich für die Aufnahme Jugoslawiens in den Europarat einsetzt.

Als im Gespräch die Beziehungen innerhalb der (jugoslawischen) Föderation thematisiert wurden, wiederholte Klestil den Standpunkt seines Landes, der gleichzeitig auch der der EU sei. Demnach sei es notwendig, den gemeinsamen Staat Serbien und Montenegro zu erhalten, heißt es in der Mitteilung. (md)

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