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Politik

Über 1000 Migranten im Mittelmeer gerettet

10. Juni 2018

Es sei eine "extrem stressige Nacht" gewesen, meldete das Rettungsschiff "Aquarius". Am Ende konnte das Schiff der "Ärzte ohne Grenzen" 629 Migranten retten. Auch die marokkanische Marine meldete eine Rettungsaktion.

Spanien Ankunft gerettete Flüchtlinge in Malaga
Gerettete Flüchtlinge in Malaga am 9. JuniBild: Reuters/J. Nazca

Es waren insgesamt sechs Rettungseinsätze des Rettungsschiffs "Aquarius" im Mittelmeer, bei denen 629 Migranten gerettet wurden. Nach einer "extrem stressigen Nacht"  seien die Menschen nun an Bord, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen auf Twitter mit. Unter den Geretteten seien 123 unbegleitete Minderjährige, elf Kinder und sieben schwangere Frauen. Besonders kritisch sei die Lage bei der Evakuierung von zwei Schlauchbooten gewesen, als eines der Boote in der Dunkelheit kaputtging und mehr als 40 Menschen ins Wasser fielen. Nach der Rettung von 229 Menschen nahm die "Aquarius" 400 weitere mit an Bord, die laut Ärzte ohne Grenzen zuvor von der italienischen Marine, der Küstenwache sowie von Handelsschiffen gerettet worden waren. 

Rettungsschiff wartete viele Stunden auf Zuweisung eines Hafens 

Die "Aquarius", mit der Ärzte ohne Grenzen und die internationale Organisation SOS Méditerranée unterwegs sind, war am Freitag in Richtung der Such- und Rettungszone vor der libyschen Küste aufgebrochen. Bereits am Samstag berichteten die Organisationen, dass in dem Gebiet mehrere Boote in Not seien. Am gleichen Tag hatten die deutschen Organisationen Sea-Eye und Sea-Watch Gerettete nach Italien gebracht - und dabei viele Stunden auf die Zuweisung eines sicheren Hafens gewartet.

Auch die marokkanische Marine hat 472 Flüchtlinge gerettet, die versucht hatten über den Seeweg nach Europa zu gelangen. Auf dem Atlantik und dem Mittelmeer sei "mehreren Booten in Schwierigkeiten" geholfen worden, teilten die Königlich marokkanischen Streitkräfte (FAR) mit. Unter den Migranten seien 28 Frauen, 27 Minderjährige und drei Säuglinge gewesen. Menschen und Boote seien wohlbehalten zurückgebracht worden, hieß es in einer Mitteilung, ohne dass Details über die Nationalitäten der geretteten Menschen bekannt wurden.

nob/kle (dpa/afp)