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15. Juni:<br>"Das Spektakel geht weiter"

Der Visa-Ausschuss muss "unverzüglich" weiterarbeiten

Um Schadensbegrenzung bemüht: Bundeskanzler Schröder, Außenminister Fischer und Innenminister SchilyBild: AP

Die rot-grüne Regierungskoalition in Berlin muss eine unerwartete Niederlage einstecken: Das Bundesverfassungsgericht gibt einem Eilantrag von Union und FDP statt. Die Richter entscheiden, dass der Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Aufklärung massenhaften Visa-Missbrauchs "unverzüglich" seine Arbeit fortsetzen muss, bis der Bundespräsident den Bundestag auflöst.

Anders als die Koalitionsfraktionen sich das ausgemalt hatten, wird nun wie ursprünglich vorgesehen auch noch Bundesinnenminister Otto Schily als Zeuge vernommen, eventuell vor laufendem Fernsehkameras. Die so genannte Visa-Affäre, die der Regierung und speziell dem Bundesaußenminister Joschka Fischer schon viel an Ansehen gekostet hat, wird damit unmittelbar in den Wahlkampf gezogen.