1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

17 Bootsflüchtlinge ertrinken in Ägäis

27. September 2015

Vor der Ägäis Küste sind 17 Flüchtlinge ertrunken. Ihr Boot sank auf dem Weg zur griechischen Insel Kos. Wegen der großen Gefahr auf See versuchen viele Flüchtlinge, über Land nach Griechenland zu gelangen.

Griechenland Kos Ankunft Flüchtlingsboot (Foto: Reuters/Y. Behrakis)
Sicherer Boden: Flüchtlinge erreichen den Strand von KosBild: Reuters/Y. Behrakis

Bei einem erneuten Bootsunglück in der türkischen Ägäis sind 17 Flüchtlinge auf dem Weg zur griechischen Insel Kos ertrunken. 20 Flüchtlinge seien von der türkischen Küstenwache gerettet worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Mugla, Amir Cicek. Die Flüchtlinge seien am Sonntagmorgen von der türkischen Bodrum-Halbinsel mit einem acht Meter langen Boot aufgebrochen, das gesunken sei. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur DHA handelte es sich um Syrer.

Anadolu meldete, bereits am Samstag habe die Küstenwache 31 syrische und afghanische Flüchtlinge daran gehindert, von Bodrum aus nach Kos zu gelangen. Zehn der Flüchtlinge hätten versucht, Kos schwimmend zu erreichen. Die griechische Insel ist rund fünf Kilometer von der Bodrum-Halbinsel entfernt. 21 weitere Flüchtlinge seien in zwei Booten gestoppt worden.

Grenzsicherung zwischen Griechenland und der Türkei

In den vergangenen Tagen hatten Tausende Flüchtlinge erfolglos versucht, von der Türkei aus über den Landweg nach Griechenland zu gelangen, um den gefährlichen Seeweg zu vermeiden. Die türkischen Behörden riegelten den Weg zur Grenze bei Edirne ab.

Nach Informationen der Internationalen Organisation für Migration sind in Griechenland bisher rund 300.000 Flüchtlinge, darunter viele Syrer, angekommen. Die meisten von ihnen starteten ihre gefährliche Überfahrt an der türkischen Ägäisküste. Laut dem türkischen Vize-Ministerpräsidenten Numan Kurtulmus hat die Küstenwache mehr als 53.000 Flüchtlinge retten können. Allerdings starben in türkischen Gewässern 274 Menschen.

Auf dem Weg nach Kos war kürzlich auch der Flüchtlingsjunge Aylan ums Leben gekommen. Die Bilder des toten Dreijährigen hatten weltweit Entsetzen ausgelöst.

pab/as (dpa, rtr)

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen