3. Juni:<br>Wiederauferstehung einer Gallionsfigur

Mit ihrem ehemaligen Frontmann Gregor Gysi an der Spitze will die PDS um den Wiedereinzug als Fraktion in den Bundestag kämpfen. Der Ex-Parteichef erklärt sich öffentlich zur Kandidatur bereit, sowohl für die PDS als auch für ein mögliches Linksbündnis mit der "Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit" (WASG).
Nach 15 Jahren im wiedervereinigten Deutschland greift die PDS damit auf ihre Ursprünge zurück. Aus den Wendewirren rettete Gysi die desavouierte DDR-Staatspartei SED mit der Umbenennung in PDS in die neue Zeit. Nun strebt der gewiefte PDS-Politiker einen "neuen qualitativen Sprung" an: ein Bündnis mit den Linken im Westen. Er würde es "sehr begrüßen", wenn er zusammen mit dem ehemaligen SPD-Chef Lafontaine kandidieren könnte, so Gysi.