China: 47 Tote bei Pipeline-Explosion
23. November 2013
Bisher forderte die schwere Explosion in Ostchina mindestens 47 Todesopfer. Am Freitag war in der chinesischen Hafenstadt Qingdao eine Öl-Pipeline explodiert. Zudem seien 166 Menschen verletzt worden, berichten Medien unter Berufung auf Behörden.
Aus Rissen in der unterirdischen Pipeline war Öl ausgetreten und unter anderem in die Kanalisation geflossen. Wegen eines ungeklärten Brandes war das gefährliche Gemisch schließlich explodiert. Die Detonation schleuderte dutzende Autos und Motorräder durch die Luft, Häuser wurden durch den Explosionsdruck beschädigt und Bäume stürzten um.
Hunderte Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte waren im Einsatz. Etwa 18.000 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Wasser, Gast und Strom waren in dem betroffenen Gebiet zeitweise abgeschaltet.
Auch Öl ins Meer geflossen
Neben den verheerenden Schäden in der Hafenstadt Qingdao ist auch die nähere Umgebung betroffen. Die Stadtregierung berichtet zwar, dass der Ölfluss in der Leitung umgehend gestoppt werden konnte und die Reparaturen an der Pipeline sofort begonnen hätten. Doch sei über die Kanalisation viel Öl in die Bucht von Jiaozhou geflossen – bis zu 3000 Quadratmeter Meeresgebiet seien verseucht, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.
Die Ursache der Explosion ist weiterhin unklar. Der Zwischenfall soll sich ereignet haben, als Arbeiter ein Leck an der unterirdischen Pipeline geflickt hätten. Die knapp 250 Kilometer lange Leitung zwischen den Städten Qingdao und Weifang ist laut Angaben des Betreibers seit 1986 in Betrieb. Sie gehört dem größten chinesischen Ölkonzern Sinopec.
Sinopec-Chef Fu Chengyu drückte im staatlichen Fernsehen den Angehörigen der Toten sein Beileid aus und entschuldigte sich. Er kündigte eine rasche Aufklärung der Unfallursache an.
ch/gmf (afp, dpa, rtr)