Ob Opernstar oder Popidol: Wenn berühmte Musiker einen Ausflug in die Filmbranche unternehmen, ist das nicht immer von Erfolg gekrönt.
Bild: picture-alliance/United ArchivesOb solo oder mit seiner Band "The Police": Sting gewann in seiner Musikkarriere viele Preise. Und auch in Filmen hatte er einige denkwürdige Auftritte. Vielen ist er zum Beispiel als rothaariger Bösewicht in dem Science-Fiction-Film "Der Wüstenplanet" aus dem Jahr 1984 in Erinnerung. Wegen seines schrägen Haarschopfes - und womöglich noch eher wegen seiner auffällig schlechten Schauspielleistung.
Bild: picture-alliance/United ArchivesMit dem Skandal-Stöhnsong "Je t'aime" und seiner Beziehung zur Schauspielerin Jane Birkin kam er weltweit in die Schlagzeilen. Für seine schauspielerischen Exkursionen ist Serge Gainsbourg weit weniger bekannt. Im Gangsterfilm "Cannabis - Engel der Gewalt" spielt er zum Beispiel einen Auftragskiller. Der Film floppte, von den Kritikern gelobt wurde Gainsbourg lediglich für seinen Soundtrack.
Bild: picture-alliance/dpaAuch Luciano Pavarotti wirkte auf der Leinwand eher deplatziert. 1982 spielte der Italiener in seinem einzigen Film "Geliebter Giorgio" quasi sich selbst: einen Opernsänger. Weil der seine Stimme verliert, lässt er sich von einer hübschen Ärztin behandeln und verliebt sich. Nicht überzeugend, urteilten die Kritiker. Für seine Leistung wurde er sogar für den Anti-Oscar "Goldene Himbeere" nominiert.
Bild: picture-alliance/United ArchivesAuch der Spanier Enrique Iglesias (im Bild ganz rechts) wagte 2003 einen Ausflug in die Filmbranche. Im Film "Irgendwann in Mexico" spielt er - wenig überraschend - einen Frauenhelden. Doch gegen Co-Schauspieler wie Johnny Depp oder Salma Hayek kam der Schmachtbarde nicht an. Nach diesem Film hatte Enrique Iglesias jedenfalls nur noch Gastauftritte in zwei Serien.
Bild: picture-alliance/dpa/dpaweb/Columbia1982 versuchte sich die Sängerin Nena als Schauspielerin. In "Gib Gas, ich will Spaß" spielt sie eine von der Schule gelangweilte Abiturientin, die auf dem Rummelplatz mit einem Schausteller anbandelt. Spaß hatten bei diesem Film wohl nur echte Nena-Fans. Zum Glück gelang ihr ein Jahr später der musikalische Durchbruch. Mit "99 Luftballons" wurde Nena 1983 weltweit berühmt.
Bild: picture-alliance/United Archives/IFTNWenn schon Showbusiness, dann richtig. Rampenlicht-Hopping ist bei vielen Stars beliebt, wenn ihnen ein Arbeitsgebiet allein zu langweilig wird. So gibt es Soap-Sternchen, die plötzlich modeln; es gibt Models, die schauspielern, Schauspieler, die singen - und andersherum: Sänger, die schauspielern. Dabei ist das Talent oft nicht unbedingt gleichmäßig verteilt.
Großes Kino auch auf der Bühne
Während Filmschaffende wie Juliette Lewis (Juliette and the Licks) oder Jared Leto (30 Seconds to Mars) mit ihrer Musik ähnlich bekannt und erfolgreich sind wie mit ihren Filmen, sind die schauspielerischen Ausflüge von hervorragenden Musikern nicht immer von Erfolg gekrönt.
Nicht gerade oscarreife Schauspielkunst
1984 spielte beispielsweise Sting in dem Science-Fiction-Film "Der Wüstenplanet" in einer kleinen Nebenrolle den Bösewicht Feyd-Rautha Harkonnen. Seine zwei Zeilen Text vermittelt er so wenig überzeugend, dass man sich wünscht, er wäre bei der Musik geblieben. Doch damit ist er nicht der einzige. Welche europäischen Musiker sich auf der Leinwand noch als erstaunlich schlecht herausstellten, das erfahren Sie in unserem High-Five-Ranking.