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6,6 Millionen Bürger als arm eingestuft

22. Mai 2002

- Bericht über Armut und extreme Armut in Rumänien

Bukarest, 21.5.2002, ADZ, deutsch

Im Jahresbericht 2001 der Kommission zur Armutsbekämpfung werden 6,6 Millionen der Bewohner Rumäniens als "arm" eingestuft; von diesen leben 2,6 Millionen in "extremer" Armut, berichtet "Curierul National". Wie Catalin Zamfir - Berater des Premiers - auf einer Pressekonferenz sagte, habe sich der Lebenstand im Jahr 2001 zwar um drei Prozent gegenüber 2000 verbessert, es seien jedoch weitere Risikobereiche aufgetaucht. Die übermäßige Verteuerung der Dienstleistungen habe dazu geführt, dass 38,2 Prozent der Haushalte in der Stadt und 21,1 Prozent der Haushalte auf dem Land bloß noch diese Dienstleistungen und das Essen bezahlen konnten. Ein weiterer Risikobereich seien misslungene Privatisierungen von Betrieben sowie die wirtschaftlich benachteiligten Gebiete. Bei den Leuten, die nicht imstande waren, die Nebenkosten der Wohnung zu bezahlen, sei ein hartes Durchgreifen im Sinne der Evakuierung aus der Wohnung nicht angebracht, dadurch würde man bloß weitere soziale Probleme schaffen. Man denkt an eine Umschuldung, denn ganz streichen könne man die Schulden nicht, das würde einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen, dann würde gar niemand mehr bezahlen. Am meisten beeinträchtigt von der Armut sind die Bauern, die Rentner (die über 65 Jahre alt sind) und Familien mit drei Kindern oder mehr. Durch verschiedene Regierungsmaßnahmen soll der ärgsten Armut entgegengewirkt werden. (fp)