News kompakt: Risse an Flügeln bei A380-Flugzeugen entdeckt
24. Juni 2026
Fünf Maschinen vom größten Airbus-Typ A380 bekommen an diesem Mittwoch einen sofortigen Sicherheitscheck. Grund sind Risse an einem wichtigen Flügelteil, die an Großraumjets der Fluggesellschaften Emirates und Qantas entdeckt wurden. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat deshalb dringende Inspektionen angeordnet.
Insgesamt sind 16 Maschinen betroffen. Die fünf Flugzeuge, die sofort überprüft werden müssen, werden von Emirates geflogen. Neben Emirates und Qantas setzen unter anderem auch die Lufthansa, British Airways und Qatar Airways die doppelstöckige A380 ein.
Technikpanne stoppt alle deutschen Züge
Eine Funkstörung hat am späten Dienstagabend in ganz Deutschland den Bahnverkehr zum erliegen gebracht. Für rund zwei Stunden ging nichts mehr. Grund war nach Angaben der Deutschen Bahn ein Ausfall des digitalen Funksystems GSM-R, über das Lokführer und Leitstellen miteinander kommunizieren. Die Ursache müsse noch geklärt werden.
Deutschlandweit strandeten Reisende an Bahnhöfen und es bildeten sich zum Teil lange Warteschlangen an den Informationsschaltern. Ab 0.30 Uhr Ortszeit lief der Verkehr Schritt für Schritt wieder an. Neben dem Fern- und Regionalverkehr waren auch Güterzüge, private Bahnbetreiber sowie S-Bahnen in verschiedenen Städten betroffen, so etwa in der Hauptstadt Berlin.
Steinmeier würdigt Goethe-Institut
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat an den Bundestag appelliert, die Kulturarbeit des Goethe-Instituts in aller Welt zu erhalten und zu stärken. Wenn Deutschland bestehende Partnerschaften vertiefen und neue Partner gewinnen wolle, brauche man kulturelle Infrastruktur im Ausland dringender denn je, sagte Steinmeier. Wer auswärtige Kultur- und Bildungspolitik für verzichtbar erkläre, irre gewaltig, betonte das deutsche Staatsoberhaupt. Umgeben von Krisen und Kriegen sei internationale Politik nicht einfacher geworden.
Steinmeier äußerte sich bei einem abendlichen Festakt in Berlin anlässlich der Gründung des Goethe-Instituts vor 75 Jahren. Der gemeinnützige Verein wird dieses Jahr mit rund 230 Millionen Euro vom Auswärtigen Amt gefördert. Das Goethe-Institut hat mehr als 150 Standorte in 100 Ländern.
Studie zeigt enorme Wirkung von Pressefreiheit
Der Zugang von Menschen zu freien Medien hat einen positiven Effekt auf Demokratie, Menschenrechte und Wirtschaftswachstum. Das ist eine Erkenntnis einer neuen Metastudie, die auch im Auftrag der DW Akademie erstellt wurde. Dafür wurden etliche Studien der vergangenen Jahrzehnte ausgewertet. Demnach erzeugt jeder in Journalismus investierte Dollar einen gesellschaftlichen Nutzen von rund 100 Dollar.
Die Existenz kritischer Medien sorge zudem dafür, dass Verantwortungsträger vorsichtiger und gesetzeskonformer handeln. Ein Rückgang der Pressefreiheit gehe hingegen mit einem verringerten Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts einher. Die Metastudie wurde im Rahmen des Global Media Forums (GMF) der Deutschen Welle vorgestellt.
Bericht sieht Defizit bei Frauenrechten in Kamerun
Mädchen und Frauen in Kamerun werden nach Erkenntnissen von Menschenrechtlern nicht ausreichend vor Diskriminierung und geschlechterspezifischer Gewalt geschützt. Die Organisation Human Rights Watch (HRW) veröffentlichte dazu einen Bericht mit dem Titel "Ich lebe in ständiger Gefahr". Um Frauen den Zugang zu sozialer Absicherung und Erwerbstätigkeit zu verwehren, werde in dem zentralafrikanischen Land auch körperliche Gewalt eingesetzt. Betroffene, die sich an Behörden wandten, seien aufgefordert worden, sich mit den mutmaßlichen Tätern zu versöhnen.
Viele Männer in Kamerun verfügten über gute Kontakte zur Polizei, heißt es in dem HRW-Bericht. Anzeigen von Mädchen und Frauen blieben daher oft folgenlos. "Gewalt gegen Frauen ist nicht bloß das Ergebnis missbräuchlichen Verhaltens Einzelner", betonte Juliana Nnoko, leitende HRW-Expertin für Frauenrechte. Sie forderte deshalb politische Maßnahmen. Unter anderem müssten Gesetze geändert werden.
US-Senat stimmt gegen Trumps Iran-Kriegsführung
Rund drei Wochen nach dem Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten hat am Dienstag auch der Senat in Washington für ein Ende des Iran-Kriegs gestimmt. Die Resolution wurde mit Unterstützung von vier Republikanern verabschiedet. Darin wird Präsident Donald Trump angewiesen, den Krieg gegen den Iran zu beenden oder eine ausdrückliche Genehmigung des Kongresses für weitere militärische Maßnahmen einzuholen. Ausgenommen seien Einsätze, die zur Verteidigung der USA oder eines Verbündeten gegen unmittelbar bevorstehende Angriffe erforderlich seien, heißt es in dem Beschluss.
Die Resolution hat keine Gesetzeskraft, sondern gilt vor allem als symbolisches Zeichen. Trump reagierte empört: Die Abstimmung sei "schlecht getimt" und erschwere ihm die Verhandlungen mit dem Iran, erklärte der Präsident.
AR/wa/pg (dpa, afp, rtr, efe)
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