Eine Tote nach Schüssen bei Techno-Rave in der Schweiz
Veröffentlicht 30. August 2026Zuletzt aktualisiert 30. August 2026
Bei einer Rave-Party in der Schweizer Stadt Aarau sind in der Nacht Schüsse gefallen. Eine 22-jährige Frau sei tödlich verletzt worden und noch vor Ort gestorben, teilte die Kantonspolizei Aargau auf der Plattform X mit. Vier Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren seien leicht bis schwer verletzt worden. Alle Opfer stammen den Angaben zufolge aus der Schweiz.
Die Schweizer Zeitung "Blick" zitiert eine Polizeisprecherin, die als Tatort die Pferderennbahn im Aarauer Stadtteil Schachen nannte.
Noch ist vieles unklar
Zum Zeitpunkt der Schüsse gegen etwa 3 Uhr morgens fand dort eine Rave-Party statt. Auf einem von "Blick" veröffentlichten Video, das in der Nähe des Tatorts aufgenommen worden sein soll, sind rund zehn Schüsse zu hören.
Unklar ist bislang, wer die Schüsse abgegeben hat und was das Motiv war. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort und rief die Bevölkerung dazu auf, das Gebiet zu meiden.
DJ spricht von "herzzerreißendem" Vorfall
Der DJ der Veranstaltung äußerte sich auf Instagram zu dem Vorfall. Was auf dem Rave passiert sei, sei absolut herzzerreißend, schrieb DJ Tekibo. "Techno und Raves sollten ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein."
Er versuche noch immer, das Geschehene zu verarbeiten. Er habe einen wichtigen Menschen verloren und finde einfach nicht die richtigen Worte. Er werde sich für eine bestimmte Zeit zurückziehen, kündigte er an.
Deutsche Polizei an Fahndung beteiligt
Aarau, die Hauptstadt des Schweizer Kantons Aargau, liegt etwa 40 Kilometer westlich von Zürich und rund 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Die Stadt hat knapp 23.000 Einwohner. Die Polizei bat Zeugen, Video- und Bildmaterial über den Instagram-Kanal der Kantonspolizei Aargau zu übermitteln.
Auch die deutsche Polizei beteiligt sich an den allgemeinen Fahndungsmaßnahmen. Dies sei reine Routine in der Polizeiarbeit, betonte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg. Angaben zu den konkreten Maßnahmen machte er nicht.
pgr/haz/MM (dpa, afp)