Ahmadinedschad provoziert Israel
21. September 2009
In Deutschland ist es eine Straftat, in der EU verpönt: den Holocaust zu leugnen. Millionen von Juden sind während der Nazi-Herrschaft systematisch ermordet worden - das gehört zu den historischen Tatsachen. Einer, der diese Tatsache nicht wahrhaben will, ist der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Schon oft ist er wegen seiner antisemitischen Äußerungen in die Schlagzeilen geraten. Am Freitag (18.09.2009) hat er zum wiederholten Mal den Holocaust geleugnet und ihn als "Mythos" bezeichnet. Wie reagiert die Bevölkerung auf diese Provokation? Interview mit Moshe Zimmermann, Professor für Geschichte an der Hebrew University in Jerusalem.
Nach der Protestaktion
Am Rande der UNO-Generalversammlung in New York will US-Präsident Barack Obama nun endlich Friedensgespräche herbeiführen. Von den Israelis verlangt er, den Siedlungsausbau zu stoppen. Ein Ziel, das auch der israelische Friedensaktivist Ezra Nawi verfolgt. Seit Jahren setzt sich der 57-Jährige für die Palästinenser in der Wüste südlich der Stadt Hebron ein, die von radikalen Siedlern terrorisiert werden. Wegen seiner letzten Protestaktion gegen den Abriss palästinensischer Häuser wurde er schuldig gesprochen. An diesem Montag (21.09.2009) soll das Strafmaß verkündet werden.
Vor der Generalversammlung
Sie wollen über den Krieg in Afghanistan sprechen und über den Atomstreit mit dem Iran - und dafür treffen sich die Vertreter fast aller Staaten der Welt in New York. Dort beginnt an diesem Dienstag (22.09.2009) die UNO-Generalversammlung. Zum ersten Mal dabei: der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi. Sein Land hat in diesem Jahr den Vorsitz bei der Vollversammlung. Gaddafi hat schon im Vorfeld der Versammlung für Furore gesorgt - mit der Suche nach einem geeigneten Zeltplatz.
Redaktion: Anne Allmeling / Sarah Mersch