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Schießerei in Texas: Tat mutmaßlich pro-iranisch motiviert

2. März 2026

Das FBI prüft nach einer Schießerei im US-Bundesstaat Texas Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Ein Mann hatte in einer Bar in Austin auf Passanten und Insassen geschossen, drei Menschen starben.

Polizeieinsatz nach Schießerei vor der Bar Buford's in der Innenstadt von Austin, Texas
Die Schießerei fand in der Bar Buford's in der Innenstadt von Austin stattBild: Jay Janner/Austin American-Statesman/AP Photo/picture alliance

Der Täter eines tödlichen Schusswaffenangriffs im US-Bundesstaat Texas hat nach Angaben der Organisation Site in der Vergangenheit in Onlinediensten eine "pro-iranische Gesinnung" geäußert. Der Täter habe in Beiträgen im Onlinedienst Facebook, die bis ins Jahr 2017 zurückreichten, Unterstützung für die Regierung in Teheran und "Hass auf die israelische und US-Führung" geäußert, erklärte Site, das auf die Beobachtung islamistischer Online-Plattformen spezialisiert ist.

FBI prüft einen Terrorverdacht

Der Mann hatte in der Nacht zum Sonntag vor einem Biergarten in Austin zwei Menschen erschossen und 14 weitere verletzt, bevor er von alarmierten Polizisten erschossen wurde. Die US-Bundespolizei FBI prüft einen Terrorverdacht. Bei dem Mann und in dessen Fahrzeug seien Hinweise gefunden worden, die auf einen möglichen Zusammenhang mit Terrorismus hindeuteten, sagte FBI-Ermittler Alex Doran.

Trümmer am Tatort nach der Schießerei vor der Bar Buford's in der Innenstadt von AustinBild: Jay Janner/Austin American-Statesman/AP Photo/picture alliance

Der Täter soll ein US-Bürger sein      

Site zufolge handelte es sich bei dem Täter um Ndiaga D., einen US-Bürger. Demnach hatte er ein Foto von sich in Onlinediensten veröffentlicht, auf dem er offenbar ein Sturmgewehr in der Hand hält. Ein republikanischer Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus, Chip Roy, veröffentlichte im Onlinedienst X ein mutmaßliches Foto des Schützen, das ihn mit einem Gewehr und in einem Pullover mit der Aufschrift "Property of Allah" (Eigentum von Allah) zeigt.

Sicherheitsbehörden in höchster Alarmbereitschaft      

Nach dem Beginn der Militärangriffe der USA und Israels auf den Iran am Samstag sind die Sicherheitsbehörden in vielen US-Städten in höchster Alarmbereitschaft. FBI-Chef Kash Patel wies die Anti-Terror- und Geheimdienstteams an, alle notwendigen Sicherheitsmittel zu mobilisieren. Die Militärbehörden in Texas hatten angekündigt, Einsatzkräfte zu entsenden, um die "Bürger und kritische Infrastruktur vor jeder potenziellen Vergeltungsdrohung zu schützen".      

Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, gab verstärkte Sicherheitsvorkehrungen an Energieanlagen, in Häfen und entlang der US-mexikanischen Grenze bekannt. "Jedem, der darüber nachdenkt, den aktuellen Konflikt im Nahen Osten zu nutzen, um Texaner oder unsere kritische Infrastruktur zu bedrohen, sei dies ganz klar gesagt: Texas wird mit entschlossener und überwältigender Härte reagieren, um unseren Bundesstaat zu schützen", erklärte Abbott. 

Drei Verletzte schweben weiter in Lebensgefahr

Laut Polizeichefin Lisa Davis schoss der Schütze in der Nacht in der Innenstadt von Austin zunächst aus seinem Auto heraus auf Gäste des Biergartens. Dann habe er den Wagen geparkt, sei ausgestiegen und habe auf Passanten gefeuert. Drei alarmierte Polizisten hätten den Mann schließlich erschossen.      

Austins Bürgermeister Kirk Watson informierte über die SchießereiBild: Ricardo B. Brazziell/Austin American-Statesman/AP Photo/picture alliance

Nur das schnelle Handeln der Polizei habe noch Schlimmeres verhindert, sagte Austins Bürgermeister Kirk Watson bei einer Pressekonferenz. Drei der Verletzten schwebten am Sonntag weiter in Lebensgefahr. 

pg/pgr (afp, ap, rtr)

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