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Apple zahlt wieder Dividende

Dirk Kaufmann19. März 2012

Zum ersten Mal seit 17 Jahren zahlt Apple seinen Aktionären eine Dividende. Das können die Kalifornier sich leisten, weil sie über Bargeldreserven von rund 100 Milliarden Dollar verfügen.

Apple CEO Tim Cook introduces the new iPad during an event in San Francisco, Wednesday, March 7, 2012. The new iPad features a sharper screen and a faster processor. Apple says the new display will be even sharper than the high-definition television set in the living room. (Foto:Jeff Chiu/AP/dapd)
Apple iPad 3 PräsentationBild: dapd

Die Aktionäre des Apple-Konzerns können sich über die ersten Dividendenzahlungen seit 1995 freuen: 2,65 Dollar pro Aktie soll es geben. Die Ausschüttung ist für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2012 vorgesehen, das am 1. Juli 2012 beginnen wird. Das teilte der US-Konzern in New York mit.

Als das Unternehmen angekündigt hatte, heute über die Verwendung ihrer Bargeldreserven entscheiden zu wollen, waren Apple-Papiere an den Börsen spontan im Wert gestiegen – wohl in der Hoffnung, Apple wolle jetzt Milliarden am Markt investieren. In Frankfurt legte die Aktie um drei Prozent zu, an der Wall Street ebenso. Die Nachricht, die Aktionäre am Erfolg zu beteiligen, löste allerdings einen Gegentrend aus: Im Nasdaq-Future drehte das Papier ins Minus.

Pralle Kriegskasse

Die Bargeldreserven des Konzerns, der das werthaltigste börsennotierte Unternehmen der Welt ist, belaufen sich zurzeit auf rund 98 Milliarden Dollar. Einen Teil davon wird Apple in rund einem Jahr an seine Aktionäre weitergeben und einen anderen Teil dazu verwenden, Aktien im Wert von zehn Milliarden Dollar zurückzukaufen. Diese Rückkäufe sollen allerdings erst im darauf folgenden Geschäftsjahr stattfinden.

Apple versicherte, auch weiterhin über eine "Kriegskasse für strategische Gelegenheiten" zu verfügen. Der im vergangenen Jahr verstorbene Firmengründer Steve Jobs galt als entschiedener Gegner von Dividendenzahlungen. Er zog es vor, die Konzerngewinne zu reinvestieren, um auf lange Sicht den Erwerb von Bauteilen zu sichern. Sein Nachfolger Tim Cook hatte bereits vor einigen Monaten angedeutet, dass der Konzern in Zukunft seine Aktionäre am Unternehmensgewinn beteiligen werde.

dk/wen (dpa/rtr/dapd)