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GesellschaftEuropa

Arbeitsrechte in Europa: Wer an Weihnachten arbeiten muss

24. Dezember 2025

Von der Anzahl der bezahlten freien Tage bis zur Höhe des Weihnachtsbonus: Europäische Arbeitnehmer finden an den Feiertagen recht unterschiedliche Bedingungen vor.

Ein von Rentieren gezogener Schlitten schwebt an einem Seil über dem Genfer See
Hat gerade unglaublich viel zu tun: Der WeihnachtsmannBild: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa/picture alliance

Der Weihnachtsmann und seine Wichtel sind zweifellos die bekanntesten Arbeitnehmer in dieser Jahreszeit. Ehrlicherweise werden aber noch viele andere benötigt, damit die letzten Wochen des Jahres reibungslos ablaufen.

Dazu gehören Rettungsdienste ebenso wie Beschäftigte im Gastgewerbe und im Einzelhandel, von denen viele ihre anstrengendste Zeit des Jahres erleben. Auch Logistikmitarbeiter, die Weihnachtskarten und Geschenke an ihren Bestimmungsort bringen, können ein Liedchen davon singen.

 

Wer kann sich über Weihnachten ausruhen?

Die meisten Europäer freuen sich über bezahlte, freie Feiertage. Einige andere erhalten zusätzliche Urlaubstage während des Jahres als Ausgleich für weniger Freizeit zum Jahreswechsel. Zumal die gesetzlichen Feiertage durchaus unterschiedlich verteilt sind: Je nach Nation gibt es zwischen Heiligabend am 24. Dezember und dem Dreikönigstag am 6. Januar zwei bis fünf Feiertage.

Malta beispielsweise hat 14 nationale Feiertage im Jahr, von denen zwei in die Weihnachts- und Neujahrszeit fallen. Im Vergleich dazu haben Zypern, die Slowakei und Rumänien 15 nationale Feiertage, von denen ein Drittel in diesen Zeitraum fällt. Und die großzügigste Feiertagsregelung haben die Litauer mit insgesamt 16 im Jahr, von denen vier zwischen Heiligabend und Neujahr liegen.

Nicht immer ist es so einfach

Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigte, dass in Deutschland fast jeder zehnte Arbeitnehmer an Heiligabend, der hier kein Feiertag ist, nach 14 Uhr noch arbeiten muss. Es gibt aber regionale Unterschiede, denn Ostdeutsche werden in dieser Zeit des Jahres eher zum Dienst gerufen. Zumal es oft immer dieselben Arbeitnehmer sind, die dann nach 14 Uhr noch arbeiten müssen.

In manchen Bundesländern müssen die Geschäfte am 24. Dezember um 14 Uhr schließen. Also sollten sich die Menschen dort morgens ziemlich beeilen, wenn sie bis zum 27. Dezember mit allem versorgt sein wollen.

Ein weihnachtlicher Bonus

Einige Arbeitnehmer schauen am Jahresende zufrieden auf ihr Bankkonto, weil ein "dreizehntes Monatsgehalt" darauf eingegangen ist. Zumeist wird dieses Zusatzeinkommen anhand der geleisteten Arbeitsstunden berechnet. Anders wird das in südeuropäischen Ländern wie Portugal, Spanien, Griechenland und Italien geregelt. Hier erhalten Arbeitnehmer je nach Branche und Arbeitgeber eine gesetzliche Prämie.

Andere europäische Länder bieten Prämien eher aus Gewohnheit denn aus gesetzlicher Verpflichtung an. Und einige von ihnen haben bereits erwogen, sie wieder zu streichen.

Für Deutsche und Franzosen könnte die Weihnachtszeit übrigens noch ein wenig wertvoller werden, weil ihre Regierungen einige andere Feiertage streichen wollen. Damit, so hoffen sie, könnte die schwächelnde Wirtschaft angekurbelt werden.

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen adaptiert

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