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PolitikGlobal

News kompakt: Neue Ariane-Rakete zu Jungfernflug gestartet

13. Februar 2026

Vier statt zwei - die Ariane 6 bringt mit doppelter Boosterzahl 32 Satelliten ins All. Die Mitte-Rechts-Partei BNP erklärt sich zur Wahlsiegerin in Bangladesch. Das Wichtigste in Kürze.

Französisch-Guayana Kourou 2026 | Eine Ariane-6-Rakete startet in den Himmel (12.02.2026)
Start der kräftigsten Ariane in KourouBild: Ronan Lietar/AFP/Getty Images

Die europäische Trägerrakete Ariane 6 ist erstmals in ihrer stärksten Version mit vier Feststoff-Boostern ins All geflogen. Sie startete in Kourou in Französisch-Guayana mit 32 Satelliten für Amazon an Bord. Es war die größte Anzahl an Satelliten, die jemals von einer Ariane-Rakete transportiert wurde.

Je nach Mission kann die Ariane 6 mit zwei oder mit vier Zusatztriebwerken ausgestattet werden. Mit vier Boostern kann sie deutlich mehr Nutzlast transportieren als bisher. Die Ariane 6 ist das Nachfolgemodell der Ariane 5 und soll Satelliten für kommerzielle und öffentliche Auftraggeber ins All bringen. Sie gilt als entscheidend für Europas Unabhängigkeit im Weltraum.

EU-Staaten wollen Europas Wettbewerbsfähigkeit erhöhen

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich auf einen umfassenden Plan zur Stärkung des EU-Binnenmarktes verständigt. Das ist ein Ergebnis des informellen Gipfeltreffens bei Lüttich in Belgien. Ziel sei, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft gegenüber der Konkurrenz aus den USA und China zu sichern, so EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Bei ihrem Treffen vereinbarten die Spitzenpolitiker, den Abbau von Bürokratie zu beschleunigen und Unternehmensgründungen zu erleichtern.

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen nach dem EU-Gipfel auf Schloss Alden Biesen (am Donnerstag)Bild: Nicolas Economou/NurPhoto/picture alliance

Sollte es nicht möglich sein, mit allen 27 EU-Mitgliedern schnell voranzukommen, drohte von der Leyen indirekt mit einem Europa der zwei Geschwindigkeiten: Die Europäische Union würde das Projekt dann mit einer kleineren Gruppe von mindestens neun Mitgliedsstaaten vorantreiben.

Razzia bei EU-Kommission

Belgiens Polizei hat wegen Ermittlungen zu einem Immobiliengeschäft mit dem belgischen Staat Räume der EU-Kommission in Brüssel durchsucht. Es geht um den Verkauf von 23 Gebäuden im Wert von rund 900 Millionen Euro.

Ein Sprecher erklärte, die Kommission sei über die Untersuchung informiert und halte den Vorgang für ordnungsgemäß. Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) bestätigte, Beweismittel mit Bezug zur Kommission zu sichern. Diese kündigte volle Kooperation mit der EPPO und den belgischen Behörden an. Der Verkauf erfolgte im Zuge einer Verkleinerung der Büroflächen um ein Viertel, unter anderem wegen des gestiegenen Homeoffice-Anteils seit der Corona-Pandemie. Käufer war ein belgischer Staatsfonds.

Mitte-Rechts-Partei erklärt sich zur Wahlsiegerin in Bangladesch

Laut Hochrechnungen von Fernsehsendern hat in Bangladesch die Nationalistische Partei (BNP) die Parlamentswahl gewonnen. Demnach kommt die Mitte-Rechts-Partei auf mehr als 180 der 300 Sitze im Parlament in Dhaka. Die Partei werde dank der Mehrheit die nächste Regierung bilden, teilte die Pressestelle der BNP mit. Der Chef der islamistischen Jamaat-e-Islami, dem größten Rivalen der BNP, räumte die Niederlage seiner Partei ein.

Zeitungsschlagzeilen in Dhaka zum BNP-SiegBild: Mohd Rasfan/AFP

Es war die erste Wahl seit dem ⁠Sturz ⁠der langjährigen Ministerpräsidentin Sheikh Hasina durch einen von jungen Leuten getragenen Aufstand im Jahr 2024. Ein eindeutiges Ergebnis gilt als entscheidend für die Stabilität des südasiatischen Landes. Fast 128 Millionen Menschen waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Kanzler Merz eröffnet Münchner Sicherheitskonferenz

Zum Auftakt der 62. Münchner Sicherheitskonferenz hält Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz an diesem Freitag eine außenpolitische Grundsatzrede. Im Mittelpunkt des internationalen Spitzentreffens stehen in diesem Jahr der Krieg in der Ukraine, die Krise der transatlantischen Beziehungen sowie die Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit.

Mit dabei sind mehr als 60 Staats- und Regierungschefs, etwa 100 Außen- und Verteidigungsministerinnen und -minister sowie die Spitzen von über 40 internationalen Organisationen. Die US-Delegation wird von Außenminister Marco Rubio angeführt. Für Merz ist es die erste Münchner Sicherheitskonferenz als Bundeskanzler.

Sicherheit in deutschen Zügen soll besser werden

Nach dem gewaltsamen Tod eines Zugbegleiters lädt die Deutsche Bahn für diesen Freitag zu einem Sicherheitsgipfel in Berlin ein. Neben Konzernvertretern nehmen unter anderen Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Vertreter der Länder, Sicherheitsbehörden und Gewerkschaften teil. Ziel sei es, Maßnahmen zum besseren Schutz von Mitarbeitenden und Reisenden umzusetzen und zu ergänzen, teilte das Unternehmen mit.

Zugbegleiter in Regionalexpress (am Dienstag)Bild: Marcus Brandt/dpa/picture alliance

Diskutiert werden eine verpflichtende Doppelbesetzung beim Zugpersonal sowie Bodycams mit Ton für Beschäftigte im Kundenkontakt. Anfang Februar war ein 36-jähriger Zugbegleiter in einem Regionalexpress im Bundesland Rheinland-Pfalz von einem Schwarzfahrer angegriffen worden und später an seinen Verletzungen gestorben.

Evakuierungen in Marokko nach Regenflut

In Marokko sind nach schweren Regenfällen und Überschwemmungen rund 188.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Das teilte die Regierung mit. Betroffene wurden in andere Orte und Notunterkünfte gebracht, mehrere Provinzen im Nordwesten gelten als Katastrophengebiete. Mindestens vier Menschen kamen in den vergangenen Wochen ums Leben.

Notlager für Familien nach Überschwemmungen am Sebou-Fluss (am Sonntag)Bild: AP Photo/picture alliance

Die Behörden verschaffen sich weiter einen Überblick über die Schäden. Zur Unterstützung der Region stellte die Regierung umgerechnet 276 Millionen Euro bereit. An Schulen in den betroffenen Gebieten findet der Unterricht vorerst online statt. Bereits im Dezember waren bei Unwettern 37 Menschen ums Leben gekommen. Die aktuellen Regenfälle folgen auf eine jahrelange Dürre mit sehr geringen Niederschlägen.

AR/pgr/se (afp, dpa, rtr)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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