1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
PolitikEuropa

Asylbewerber-Zahlen fallen um ein Drittel

25. Dezember 2020

Auch das ist eine Folge von Corona: Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist in diesem Jahr um rund 30 Prozent gesunken. Die anderen EU-Staaten verzeichneten einen ähnlichen Rückgang.

Belgien als Durchgangsland für Migranten | Asylbewerber in Brüssel
Die EU-Staaten verzeichnen rückläufige Asylbewerberzahlen, hier eine Familie in Brüssel (Archivbld)Bild: picture-alliance/dpa/L. Dieffembacq

Die Zahlen im Detail: In Deutschland wurden von Januar bis Ende November 93.710 Erstanträge auf Asyl registriert. Das entspricht einem Rückgang um 30,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat berichten.

Rund 300.000 Erstanträge

Grund für den Rückgang der Asylbewerber-Zahlen ist offenkundig die Corona-Krise. Für alle 27 EU-Staaten zusammen ergebe sich aus der Statistik ein Rückgang um 32,6 Prozent, bezogen auf die ersten neun Monate des Jahres, meldeten die Funke-Blätter. Bis Ende September registrierten die EU-Staaten demnach insgesamt 309.580 Erstanträge auf Asyl. Für das letzte Quartal liegen noch nicht alle Daten vor.

Die Bundesrepublik bleibt dem Bericht zufolge auch 2020 das wichtigste Zielland von Asylbewerbern in Europa mit 24,3 Prozent aller Erstanträge in den ersten neun Monaten. Dahinter rangieren Spanien mit 22,8 Prozent (70.655) der Anträge und Frankreich mit 19 Prozent (58.468).

Zahlen in Ungarn gehen gegen Null

Auf Deutschland, Frankreich und Spanien entfielen damit laut den Funke-Zeitungen zusammen zwei Drittel aller Erstanträge auf Asyl in der EU. Die wenigsten Asylbewerber in der Europäischen Union wurden in Ungarn verzeichnet. Die Regierung in Budapest meldete genau 70 Erstanträge von Januar bis September.

haz/pgr (afp, kna)

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen