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PolitikIran

Irans Außenminister berät mit UN-Atomwächtern

16. Februar 2026

Die Beziehungen zwischen der iranischen Regierung und der Internationalen Atomenergiebehörde sind belastet. Irans Außenminister hat deshalb in Genf ein volles Programm.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi
Irans Außenminister Abbas Araghtschi führt in der Schweiz erst Gespräche mit der Internationalen Atomenergiebehörde, dann mit den USABild: Burak Kara/Getty Images

Der Iran hat im Streit um sein Nuklearprogramm hochrangige Gespräche mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) geführt. Die "tiefgreifenden technischen Diskussionen" im schweizerischen Genf dienten der Vorbereitung der nächsten Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten am Dienstag, schrieb IAEA-Chef Rafael Grossi auf X nach seinem Treffen mit Außenminister Abbas Araghtschi.

Oman versucht zu vermitteln

Der iranische Außenminister wurde von Atomexperten seines Landes begleitet. Araghtschi war bereits am Sonntag für die nächste Verhandlungsrunde mit den USA in die Schweiz gereist. Die Schweiz wird von der iranischen Regierung wie auch einigen Golfstaaten als neutraler Vermittler geschätzt.

Die USA und der Iran hatten Anfang Februar nach militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Golfstaat Oman einen neuen Dialog begonnen. Auch in Genf vermittelt wieder der omanische Außenminister Badr al-Bussaidi.  Die US-Delegation wird nach Angaben des Weißen Hauses vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und von Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner angeführt.

Spannungsgeladen

Die Beziehungen zwischen der iranischen Regierung und der IAEA hatten sich nach Israels Krieg gegen das Land im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert. Die USA schlossen sich den Angriffen an und bombardierten zentrale Nuklearanlagen, darunter auch Urananreicherungsanlagen. Trump erklärte anschließend, die Anlagen seien vollständig "zerstört". Unklar blieb jedoch der Verbleib von rund 400 Kilogramm hoch angereichertem Uran. Der Iran schränkte den Zugang der Atomwächter nach den Angriffen ein.

Das Satellitenbild zeigt Teile der iranischen Atomanlage Isfahan. Im Juni 2025 hatten die USA mit bunkerbrechenden Bomben Nuklearanlagen im Iran angegriffen.Bild: Planet Labs PBC/REUTERS

Im September 2025 einigte sich Teheran mit der IAEA dann aber auf die Wiederaufnahme von Kontrollen. In welchem Umfang diese erfolgen und ob sie derzeit stattfinden, ist unklar. IAEA-Chef Grossi geriet ins Visier iranischer Hardliner. Eine ultrakonservative Zeitung bezichtigte ihn als israelischen Spion und forderte die Todesstrafe. Begründung: Nach Ansicht einiger Regierungsvertreter in Teheran hätte sich der IAEA-Chef nicht kritisch genug zur Bombardierung iranischer Atomanlagen durch Israel und die USA geäußert.

haz/pgr (dpa, afp, rtr)

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