1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Atomunfall im Ural fordert Menschenleben

15. Juli 2023

In einer russischen Fabrik für Nuklearbrennstoff hat sich ein Unfall ereignet. Die staatliche Atombehörde Rosatom meldet ein Todesopfer.

Rosatom-Logo
Das Logo der "Föderalen Agentur für Atomenergie Russlands", kurz: RosatomBild: Stanislav Krasilnikov/TASS/dpa/picture alliance

Bei einem Unfall in einer russischen Urananreicherungsanlage ist nach offiziellen Angaben ein Mensch ums Leben gekommen. Es handelt sich um einen Schlosser, wie die staatliche Atombehörde Rosatom mitteilte. Der Arbeiter sei an einer "mechanischen Verletzung" gestorben. Die übrigen Mitarbeiter seien nach einer medizinischen Untersuchung nach Hause geschickt worden. Ihr Leben und ihre Gesundheit seien nicht gefährdet.

"Der Vorfall ist schnell lokalisiert worden und erzeugt keine Risiken für die Bevölkerung", hieß es weiter. Radioaktivität sei nicht freigesetzt worden, Messungen hätten keine erhöhten Strahlenwerte ergeben.

Ursache unklar

Laut Rosatom war im Uraler Elektrochemischen Kombinat ein Behälter mit Uranhexafluorid geplatzt. Eine Untersuchung, wie es dazu kam, sei eingeleitet.

Die Fabrik liegt in der Stadt Nowouralsk, 50 Kilometer nordwestlich von Jekaterinburg. In dem Kombinat wurde der erste sowjetische Atombrennstoff hergestellt. Heute ist es Teil von Rosatom, das in Russland das Monopol auf den Bau und den Betrieb von Kernkraftwerken besitzt.

wa/mak (dpa, rtr)