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KlimaGlobal

August bricht weltweiten Monats-Wärmerekord

10. September 2026

Auch die Oberfläche der Weltmeere außerhalb der Polarregionen war so warm wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Die UN sprechen von einem "Preis für die Abhängigkeit der Menschheit von fossilen Brennstoffen".

Deutschland Berlin 2026 | Die Silhouetten eines Mannes und einer Frau auf einer Brücke vor der untergehenden Sonne
In Westeuropa wurde der bislang heißeste Sommer registriert (Symbolbild)Bild: Florian Gaertner/photothek.de/picture alliance

Der vergangene Monat war nach Angaben des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus der wärmste August weltweit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Weltweit ergab sich eine Durchschnittstemperatur von 16,96 Grad Celsius. Im Juli 2023, dem bisher heißesten Monat, waren 16,95 Grad errechnet worden. Die globalen Temperaturen lagen nun 1,65 Grad über dem vorindustriellen Niveau, wie Copernicus weiter mitteilte.

Im August 2026 erreichten zudem die Weltmeere einen Wärmerekord. Die Temperatur der Wasseroberfläche betrug im Monatsschnitt 21,07 Grad. Damit wurde der bisherige Höchstwert für einen August von 20,98 Grad aus dem Jahr 2023 übertroffen. Die Messwerte beziehen sich auf die Meere außerhalb der Polarregionen.

Heftige Hitzewellen

In Westeuropa wurde demnach der bislang heißeste Sommer registriert. Die Zeit von Juni bis August war geprägt von heftigen aufeinanderfolgenden Hitzewellen. Das anhaltende extreme Sommerwetter führte zur Schließung von Schulen, ließ die Pegelstände von Flüssen sinken und trocknete die Vegetation aus - was verheerende Waldbrände zur Folge hatte. Für Gesamteuropa war es der drittwärmste Sommer, hinter 2024 und 2022.

In Westeuropa vertrocknete im Sommer vielerorts Getreide - wie auf diesem Maisfeld im französischen Okzitanien (Archivbild)Bild: Patricia Huchot-Boissier/ABACAPRESS/IMAGO

"Die Menschen haben wohl seit mindestens 100.000 Jahren keine so hohen Temperaturen mehr erlebt wie heute", sagte die Copernicus-Expertin Samantha Burgess der Nachrichtenagentur AFP. Der UN-Klimabeauftragte Simon Stiell bezeichnete die Temperaturrekorde als "Preis für die Abhängigkeit der Menschheit von fossilen Brennstoffen".

Ursache für die Rekordtemperaturen ist laut Copernicus die globale Erwärmung infolge der Verbrennung fossiler Brennstoffe, teilweise verstärkt durch das Klimaphänomen El Niño, das in einigen Regionen für Überschwemmungen, in anderen für Trockenheit sorgt.

Copernicus (früher: Global Monitoring for Environment and Security) ist ein Erdbeobachtungsprogramm, das 1988 gemeinsam von der EU-Kommission und der Europäischen Weltraumagentur (ESA) ins Leben gerufen wurde. Zu den Aufgaben gehören die Überwachung der Meeresumwelt, der Atmosphäre und des Klimas.

jj/pgr (dpa, afp, rtr, climate.copernicus.eu)

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