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KonflikteIsrael

Auswärtiges Amt ruft zu Ausreise aus dem Libanon auf

4. Januar 2024

Schon kurz nach dem Angriff der militant-islamistischen Hamas auf Israel hatte das Auswärtige Amt deutsche Staatsbürger dazu aufgefordert, den Libanon zu verlassen. Jetzt wurde das Außenministerium noch deutlicher.

Rauch über Naqoura im Libanon nach Luftangriff
Dicke Rauchwolken steigen nach israelischen Luftangriffen bei Naqoura im Libanon auf Bild: Ali Hashisho/XInhua/picture alliance

Wegen der Zuspitzung der Lage an der israelisch-libanesischen Grenze hat das Auswärtige Amt deutsche Staatsangehörige aufgefordert, den Libanon so schnell wie möglich zu verlassen.

Deutsche, die sich noch in dem Land aufhalten, sollten sich in der Krisenvorsorgeliste Elefand registrieren und "auf schnellstem Wege" ausreisen, schrieb das Auswärtige Amt auf der Plattform X, vormals Twitter. "Eine Eskalation an der Grenze zwischen Israel und Libanon ist nicht auszuschließen", hieß es, nachdem der Krisenstab der Bundesregierung getagt hatte.

Wegen der angespannten Sicherheitslage hatte das Auswärtige Amt bereits einige Tage nach dem Überfall der Hamas auf Israel und dem Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen aufgerufen, das an Israel grenzende Land zu verlassen. Die Hamas wird von Israel, Deutschland, der EU, den USA und anderen Staaten als Terrororganisation gelistet.

Hassan Nasrallah, Chef der libanesischen Hisbollah-Miliz, hat die Tötung des Vize-Hamas-Chefs Saleh al-Aruri in Beirut als "ungeheuerlich" verurteiltBild: ANWAR AMRO/AFP

Am Dienstagabend war der Hamas-Anführer Saleh al-Aruri in der libanesischen Hauptstadt Beirut bei einer Explosion ums Leben gekommen. Die mit der Hamas verbündete libanesische Schiitenmiliz Hisbollah gab Israel die Schuld am Tod des Vize-Leiters des Politbüros der islamistischen Palästinenserorganisation. Die Hisbollah wird von Israel, Deutschland, den USA und mehreren sunnitischen arabischen Staaten als Terrororganisation geführt.

Hisbollah-Chef warnt Israel

Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah warnte Israel in einer Ansprache vor einer Eskalation des Konflikts. "Wer über einen Krieg mit uns nachdenkt, wird es bereuen", sagte der Generalsekretär der vom Iran unterstützen Schiitenorganisation.

"Wenn der Feind einen Krieg gegen den Libanon beginnt, werden wir uns an keine Regeln mehr halten", sagte Nasrallah. "Die Ermordung al-Aruris ist ein gefährliches Verbrechen, das nicht ohne Reaktion und Bestrafung bleiben wird", betonte Nasrallah.

"Wir haben keine Angst vor dem Krieg und wir zögern nicht." Israel sei geschwächt, erklärte Nasrallah in der Rede, die das Fernsehen übertrug. Selbst mit Gottes Willen werde Israel nicht in der Lage sein, seine Kriegsziele zu erreichen.

pg/kle/apo (dpa, afp, rtr)

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