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Babies mit Blutgruppe nach Wahl

21. Januar 2005

Das erste Kind mit ausgewählter Blutgruppe kam bereits vor über einem Jahr in einer Klinik in Sydney auf die Welt. Das teilten australische Ärzte jetzt in der Fachzeitschrift Human Reproduction mit. Das Mädchen besitzt, wie von den Ärzten gewünscht, Blut mit dem Rhesus-Faktor "negativ". Die australischen Ärzte eröffnen damit der Prä-Implantations-Diagnostik P.I.D. eine neue Anwendungsmöglichkeit. Bei der P.I.D. werden vor einer künstlichen Befruchtung Embryonen nach genetischen Merkmalen ausgewählt. Die Ärzte können nun verhindern, dass Rhesus-negative Mütter Kinder bekommen, die Rhesus-positiv sind. In Einzelfällen kommt es bei dieser Konstellation während der Schwangerschaft zu gefährlichen Abstoßungsreaktionen. Kritiker befürchten, dass die bislang nur selten eingesetzte Technik in Zukunft weltweit häufiger zum Einsatz kommt. In Deutschland ist die P.I.D. durch das Embryonenschutzgesetz verboten.