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Banksy und der Brexit

8. Mai 2017

Der Street-Art-Künstler Banksy hat seinen Kommentar zum Brexit auf einer Hauswand hinterlassen: In der englischen Hafenstadt Dover ziert eine riesige EU-Flagge die Fassade - Bauarbeiten inklusive.

Großbritannien Banksy Streetart in Dover
Ein Stern weniger ...Bild: Reuters/H. McKay

Banksy

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Das Wandbild tauchte am Sonntag in der Stadt am Ärmelkanal auf, offenbar wurde es über Nacht gemalt. Der Hafen von Dover gilt seit jeher als Tor nach Großbritannien und wurde offenkundig bewusst gewählt, um die Botschaft des Künstlers zu verbreiten. Das mehrere Meter hohe quadratische Gemälde zeigt einen Fassadenarbeiter, der mit Hammer und Meißel einem Stern der EU-Flagge zuleibe rückt. Es ist weithin sichtbar - und es stammt tatsächlich von Banksy, bestätigte eine Sprecherin des Künstlers der Deutschen Presse-Agentur.  Ein Foto davon erschien am Sonntag auch auf dem verifizierten Instagram-Account Banksys. Der Künstler, dessen Identität bisher nicht eindeutig gelüftet wurde, hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit politischen Botschaften Aufsehen erregt. Mehrfach kritisierte er in seinen Werken die europäische Flüchtlingspolitik. So hüllte er 2016 Cosette, die berühmte Figur aus Victor Hugos  "Les Miserables", in eine Wolke aus Tränengras und sprühte sie in London auf eine Hauswand gegenüber der französischen Botschaft - als Anspielung auf das Vorgehen der französischen Polizei gegen die Flüchtlinge in Calais. 2015 wies er auf die Herkunft des Apple-Gründers Steve Jobs hin, der aus Syrien stammte.

Ein Stern weniger ...Bild: Reuters/H. McKay

Auch zum Nahostkonflikt hat Banksy sich schon ausführlich geäußert. Mehrere seiner Graffitis zieren Mauern im Gaza-Streifen. Kürzlich eröffnete er ein Hotel in Betlehem mit Blick auf die Mauer zwischen Israel und dem Westjordanland. Sein Kommentar dazu: "Die hässlichste Aussicht der Welt". 

ka/suc (dpa)

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