Barclays für Manipulation bestraft
23. Mai 2014
Die britische Finanzaufsicht FCA hat der Großbank Barclays eine Strafe von 26 Millionen Pfund (rund 32 Millionen Euro) aufgebrummt: Sie wirft dem Geldhaus vor, dass einzelne Mitarbeiter zwischen 2004 und 2013 das Gold-Fixing manipulieren konnten, weil das Geldhaus nicht streng genug kontrolliert habe.
Zuletzt hatte die Bank bereits eine Strafe von 450 Millionen Dollar für die Manipulation des international bedeutenden Referenzzinssatzes Libor zahlen müssen.
Die Finanzaufsicht verwies insbesondere auf einen Fall im Juni 2012, bei dem ein Mitarbeiter den Nachmittags-Goldpreis zum Nachteil eines Kunden beeinflusst habe - nur einen Tag, nachdem Barclays wegen der Libor-Trixerei bestraft worden war.
Kleiner Zirkel legt Goldpreis fest
An dem sogenannten Gold-Fixing sind neben Barclays noch drei Institute beteiligt: die britische HSBC, Bank of Nova Scotia und Société Générale. Der Goldpreis wird in einer Telefonkonferenz des exklusiven Klubs zwei Mal am Tag festgelegt.
Bis vor kurzem gehörte auch die Deutsche Bank zu dem erlesenen Zirkel. Sie hat ihre Beteiligung am Londoner Gold-Fixing aber am 13. Mai diesen Jahres eingestellt - angeblich, weil sie die Rohstoffsparte verkleinern möchte.
Im November 2013 war aber bekannt geworden, dass neben der britischen und US-amerikanischen Finanzaufsicht auch die deutsche Finanzaufsicht BaFin überprüft, ob im Metallhandel Missbrauch mit Insiderwissen betrieben wurde.
jw/kle (afp, dpa, rtr, Handelsblatt)