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Max Bahr wird zerschlagen

15. November 2013

Nach einer monatelangen Hängepartie ist klar: Vom Praktiker-Konzern und seiner Tochtergesellschaft Max Bahr bleibt nichts übrig. Tausende Jobs sind in Gefahr.

Ein Max Bahr-Baumarkt in Hamburg (dpa)
Bild: picture-alliance/dpa

Nach der Baumarktkette Praktiker steht auch die Schwestermarke Max Bahr mit 3600 Beschäftigten vor dem Aus. Der Plan, Max Bahr an ein Konsortium um den Dortmunder Konkurrenten Hellweg und den ehemaligen Max-Bahr-Chef Dirk Möhrle zu verkaufen, sei auf der Zielgeraden gescheitert, gab der Insolvenzverwalter bekannt.

Hellweg habe sich nicht mit der Royal Bank of Scottland (RBS) über die Mietverträge für 66 Standorte geeinigt, auf denen die Hand der britischen Bank liegt. Der Insolvenzverwalter will die insgesamt 73 Baumärkte von Max Bahr - nach dem nun beginnenden Ausverkauf der Ware - einzeln losschlagen. Dazu lägen bereits konkrete Interessenbekundungen von namhaften Unternehmen aus der deutschen Baumarktbranche für zahlreiche Standorte vor.

Die Beschäftigten reagierten schockiert. "Jetzt ist Rohrbruch. Die letzte Hoffnung ist geplatzt", sagte Gesamtbetriebsratschef Ulrich Kruse. "Alle haben darauf gesetzt, dass RBS uns noch eine Chance gibt." Zusammen mit der Schwestermarke Praktiker, die nach der Pleite bereits abgewickelt wird, weil sich keine Käufer fanden, müssten über 15.000 Beschäftigte um ihren Arbeitsplatz bangen. "Das ist bitter, ganz ganz traurig", zeigte sich Kruse betroffen.

ul/uh (rtr, dpa)

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