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Bayern München "testet" beim VfB

Calle Kops (sid/dpa)29. Januar 2014

Eigentlich ist es ein Nachholspiel des 17. Bundesliga-Spieltags, doch die Bayern sehen die Partie in Stuttgart nur als "Test". Und danach droht das Rennen um die Meisterschaft gänzlich in Langeweile zu versinken.

Die Bayern-Spieler jubeln über einen Treffer im DFB-Pokal-Finale 2013 gegen Stuttgart in Berlin (Foto: REUTERS/Thomas Peter)
Bild: Reuters

Es ist die Komplettierung der Hinrunde der Fußball-Bundesliga: Im Dezember war der FC Bayern bei der Klub-Weltmeisterschaft in Marokko gefordert, jetzt kann der Triple-Sieger endlich zum Bundesligaspiel beim VfB Stuttgart (20.00 Uhr MEZ) antreten. Während die sportlichen Aussichten für die Münchener blendend sind, droht der Konkurrenz und damit der gesamten Liga die große Langeweile. Mit einem Sieg bei den Stuttgartern würden die Über-Bayern ihre ärgsten Verfolger noch deutlicher distanzieren: Der Zweite Leverkusen hätte dann 13 Punkte Rückstand, Dortmund genau wie Mönchengladbach dahintger gar 17.

"Jetzt haben wir eine Riesenchance, den Vorsprung noch weiter auszubauen", urteilte Bayern-Kapitän Philipp Lahm. Trainer Pep Guardiola konstatierte: "Jedes Spiel ist ein guter Test für uns, um uns weiter zu verbessern." Und Lahm ergänzte wohl zu Recht: "Aufzuhalten sind wir nur, wenn wir unkonzentriert und nicht aggressiv spielen." Dass Guardiola trotz des enormen Punkte-Vorsprungs auf den Liga-Rest weder Schlendrian noch mangelnde Einsatzbereitschaft duldet, hat er mit der vorübergehenden Ausbootung von Stürmer Mario Mandzukic zum Rückrundenauftakt in Mönchengladbach auch seinen anderen Profis deutlich gemacht.

Beim "Test" in Stuttgart wird Mandzukic nach seiner Denkpause wieder im Kader des deutschen Rekordmeisters stehen. Allerdings muss der FC Bayern auf seine Flügelzange mit Franck Ribéry und Arjen Robben verzichten. Der VfB sieht sich als klarer Außenseiter. "Ich kenne keine Schwachstelle bei Bayern", sagte Trainer Thomas Schneider. "Wir brauchen einen überragenden Tag und ein Quäntchen Glück." Mit entscheidend sei, dass bei seiner Elf das Defensivkonzept stehe. "Wir müssen kompakt agieren und sehr viel Laufbereitschaft zeigen", forderte er. "Wir müssen absolut an unser Limit gehen." Und selbst das könnte gegen die Bayern zu wenig sein.

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