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Belgrader Polizei greift bei Gewerkschaftsdemonstration ein

31. Oktober 2003

Belgrad, den 30.10.2003, BETA, serb.

Der Bund der Unabhängigen Gewerkschaften Serbiens (SSSS) hat beschlossen, seine Protestaktion auch morgen fortzusetzen. Dann soll auch darüber entschieden werden, wie der Protest verschärft wird. Bei der heutigen Demonstration vor dem serbischen Parlament hat die Polizei eingegriffen. Am zweiten Tag des Gewerkschaftsprotestes kam es zu Unruhen zwischen der Polizei und den Gewerkschaftern. Der Protest wird geführt, weil die SSSS den Rücktritt der Regierung fordert.

In der Notaufnahme in Belgrad seien sieben Personen gemeldet, die vorwiegend leicht verletzt seien. Eine Frau sei zur Behandlung dort behalten worden, wurde der Agentur BETA mitgeteilt. Branislava Plancak, Vorsitzende der Gewerkschaft für medizinische Berufe, einem Unterverband der SSSS, zufolge sind während des Polizeieingriffs mindestens zehn Gewerkschafter und ein Journalist verletzt worden. (...)

Etwa 2 000 Gewerkschaftsmitglieder versammelten sich gegen 13.00 Uhr auf dem Nikola-Pasic-Platz (im Zentrum von Belgrad und in der Nähe des serbischen Parlaments – MD) und begaben sich zum serbischen Parlament. Ein Polizei-Cordon in Kampfausrüstung hielt die Demonstranten etwa 50 Meter vor dem Parlamentsgebäude auf. (...)

Serbiens Innenminister Dusan Mihajlovic erklärte, ihm sei mitgeteilt worden, die Veranstalter des Protestmarsches hätten gegen die "mit den Leuten von der Gebäudesicherheit" geschlossene Vereinbarung verstoßen. Mihajlovic sagte im serbischen Parlament, Demonstranten hätten "zweimal mit einem Laster" versucht, den Polizei-Cordon zu brechen, und demnach habe die Polizei rechtmäßig gehandelt. (md)