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Terrorismus

Barcelona: Beileidsbekundungen weltweit

18. August 2017

Die Anschläge in Spanien haben weltweit Trauer und Bestürzung ausgelöst. Regierungschefs, Sportler, Popstars und der Papst äußerten ihr Beileid. Ein Überblick über die Reaktionen.

Spanien Anteilnahme Trauer nach Terroranschlag in Barcelona
Bild: Getty Images/AFP/J. Lago

Binnen Stunden äußerten sich - zumeist auf Twitter - zahlreiche Spitzenpolitiker in Europa zu den Anschlägen ins Spanien. Die internationale Botschaft der Europäer: "Wir bleiben zusammen, wir stehen zusammen". So schrieb der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk: "Ganz Europa steht an der Seite Barcelonas." Großbritanniens Premierministerin Theresa May verurteilt den Anschlag und erklärte, der "sinnlose Verlust von Leben" in Barcelona widere sie an. Auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg äußerte seine Solidarität.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron twitterte bewusst auf Spanisch: "All meine Gedanken und die Solidarität Frankreichs für die Opfer". Aus Paris, das in der Vergangenheit bereits mehrfach schwere Terroranschläge erlitt, bekundete Bürgermeisterin Anne Hidalgo die Solidarität ihrer Stadt mit den Katalanen. "Barcelona und Paris sind Städte der Liebe und Toleranz. Diese Werte sind stärker als dieser feige und abscheuliche Terror", schrieb Hidalgo auf Twitter. Als Zeichen der Anteilnahme wurde die Beleuchtung des Eiffelturms ausgeschaltet.

Bemerkenswert waren die raschen Reaktionen aus den USA. Zunächst bot Außenminister Rex Tillerson Spanien die Hilfe seines Landes an. "Die Terroristen in aller Welt sollten wissen, dass die USA und unsere Verbündeten entschlossen sind, euch zu finden zur Rechenschaft zu ziehen", sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Japans Außenminister Taro Kono, welcher die Attacken ebenfalls verurteilte.

US-Außenminister Rex Tillerson: "Die USA stehen fest zu ihren Verbündeten"Bild: picture-alliance /dpa/Reuters Pool/AP/E. De Casto

Später verurteilte Präsident Donald Trump im Namen der USA die Terrorattacke. "Wir werden helfen, wie es auch immer notwendig ist", ergänzte er. "Be tough & strong, we love you”, so endete seine Nachricht. Kurz darauf setzte Trump allerdings einen weiteren Tweet ab, der politischen Beobachtern zufolge aufs Neue beweist, dass dem US-Präsidenten jedes staatsmännische Feingefühl fehlt.

Mit deutlichen Worten des Mitgefühls äußerte sich Papst Franziskus. Er verurteilte die Taten in Katalonien als "unmenschlich". Die blinde Gewalt stelle eine "schwerste Beleidigung des Schöpfers" dar, heißt es in einem vom Vatikan veröffentlichten Telegramm an Barcelonas Kardinal Juan Jose Omella. Er bete, dass Gott helfe, "weiter mit Entschlossenheit für Frieden und Eintracht in der Welt zu arbeiten", schrieb der Papst.

Die Spanische Bischofskonferenz zeigte bald nach der Tat die Silhouette der Stadt um die weltberühmte "Sagrada Familia" - mit einer schwarzen Schleife als Symbol der Trauer.

Auch die Sportwelt reagierte mit großer Bestürzung auf die Anschläge in Spanien. Fußballstar Lionel Messi vom FC Barcelona teilte mit: "Ich möchte den Familien und Freunden der Opfer der furchtbaren Terrorattacke in unserem geliebten Barcelona mein Beileid und meine Unterstützung aussprechen. Zugleich möchte ich sagen, dass ich jede Art von Gewalt ablehne. Wir werden nicht aufgeben, wir sind viel mehr, die in Frieden auf der Welt leben wollen, ohne Hass, mit Respekt und Toleranz als Basis des Miteinanders."

Lionel Messi bekundete sein Beileid auf InstagramBild: instagram/leomessi

Messis ehemaliger Team-Kollege, Neymar da Silva Santos Júnior, der bis vor kurzem für den noch für den FC Barcelona spielte, bekundete den Familien der Opfer auf Twitter sein Beileid.

Auch internationale Musikstars, wie Jennifer Lopez, drückten ihr Mitgefühl aus. Lopez schrieb auf Spanisch, sie sende Liebe und Frieden an die großartige Stadt Barcelona.

Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau bedankte sich auf Twitter für die weltweite Solidarität. Die Stadt stehe mutig zusammen, kein Terror könne das jemals ändern.

Schweigeminute in Barcelona zum Gedenken an die Opfer des TerrorsBild: picture alliance/AP Photo/E. Morenatti

Colau hatte für diesen Freitag zu einer Schweigeminute am Ort des Anschlags, der Placa Catalunya, aufgerufen. Von dem Platz geht die Flaniermeile Las Ramblas ab, auf der das Attentat verübt wurde. Tausende Menschen waren gekommen, unter ihnen auch Spaniens König Felipe und Ministerpräsident Mariano Rajoy.

cw/haz (dpa, afp, rtr, kna, epd)

 

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