1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Beste Fußballfilme aller Zeiten gekürt

Jana Schäfer19. März 2013

Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens hatte das Internationale Fußballfilmfestival "11mm" zehn Dokumentationen und zehn Spielfilme zum Thema Fußball nominiert. Zwei Jurys haben in Berlin die Sieger vorgestellt.

Diego Maradona mit WM-Pokal (Foto: imago/VI Images)
Bild: imago sportfotodienst

Zum besten Fußball-Spielfilm aller Zeiten kürten die Juroren den schwedischen Film "Fimpen, der Knirps" von Bo Widerberg. In diesem Fußballmärchen von 1973 wird ein Traum wahr: Der sechsjährige Johan, genannt "Fimpen", wird auf dem Bolzplatz entdeckt, spielt für Hammarby IF in der schwedischen Liga und anschließend sogar für die schwedische Nationalmannschaft. Mit seinen Toren sichert er Schweden die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Als der Erstklässler allerdings keine Autogramme gibt, weil er nicht mal seinen Namen schreiben kann und deswegen als Diva beschimpft wird, wird ihm etwas Wichtiges klar... Der Klassiker wurde am Rande der wirklichen WM-Qualifikation mit echten Nationalspielern Schwedens, Österreichs und der Sowjetunion gedreht. Heute undenkbar.

Ein Leben wie ein Film

Die beste Fußball-Dokumentation ist "Maradona by Kusturica" von Emir Kusturica aus dem Jahr 2008. Der Argentinier Diego Armando Maradona verzaubert in den 1980er Jahren die Fußballwelt. Klein, lockig, wie von Gott modelliert, tanzt er sich durch die gegnerischen Verteidigungsreihen, holt 1986 im Alleingang – und mit der "Hand Gottes" – für Argentinien den Weltmeisterpokal. Außerdem gewinnt er mit dem SSC Neapel den zweimal nationalen Titel in Italien und ermöglicht so den Triumph des Südens über den Norden, der Armen über die Reichen, der Unterdrückten über die Unterdrücker. Für einen kurzen Moment sorgt ein Fußballer auf der Erde für Gerechtigkeit.

Fußballfilm-Festival: 11mm statt Elfmeter

01:19

This browser does not support the video element.

Die Strafe folgt gnadenlos, der Teufel fordert seinen Tribut. Er, der auf dem Rasen traumwandlerisch jedes Hindernis umdribbelt, stolpert auf dem Weg von den Arenen in den Alltag und kommt zu Fall. Aufgedunsen von Alkohol, Drogen und Tabletten blickt Maradona mehrfach dem Tod ins Auge. Keine Frage, ein solches Leben bietet Stoff für ganz großes Kino. Emir Kusturica, der selbsterklärte Maradona unter den Filmemachern, hat daher einen Dokumentarfilm über die fußballerische Jahrhundert-Ikone gedreht.

Wer mehr über das 11mm-Filmfestival und die prämierten Filme wissen möchte, sollte sich am Donnerstag das Spezial zum Festival in der DW-Sendung "KickOff Countdown" anschauen (21.03.2013 / 22:30 Uhr MEZ).

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen