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Politik

Biden lädt Putin und Xi zu Klimagipfel ein

26. März 2021

Der frühere Präsident Trump hatte die USA zum Außenseiter in der internationalen Klimapolitik gemacht. Sein Nachfolger Biden sucht hingegen im Kampf gegen die Erderwärmung den Schulterschluss mit anderen Weltmächten.

USA Präsident Joe Biden
Will mit einem Gipfel die Rückkehr Washingtons an die vorderste Klimaschutz-Front markieren: Joe BidenBild: Saul Loeb/AFP

US-Präsident Joe Biden hat die Staatschefs von Russland und China, Wladimir Putin und Xi Jinping, zu einem Klimagipfel im kommenden Monat eingeladen. Insgesamt sollen 40 Länder an der Online-Veranstaltung am 22. und 23. April teilnehmen, wie das Präsidialamt in Washington weiter mitteilte. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erhielt demnach eine Einladung.

Mehr Ehrgeiz gefordert

Mit dem live im Internet übertragenen Gipfel sollen nach Angaben des Weißen Hauses die Dringlichkeit zusätzlicher Klimaschutz-Maßnahmen und deren wirtschaftlicher Nutzen unterstrichen werden. Zuvor würden die USA - als neuen Beitrag für das Pariser Klimaabkommen - "ein ehrgeiziges Emissionsziel" für das Jahr 2030 bekanntgeben. An andere Staats- und Regierungschefs richtete Biden den Appell, das virtuelle Treffen zu nutzen, dies ebenfalls zu tun.

Verladung von Kohle an einer Mine im US-Bundesstaat Kentucky: Energieform ohne Zukunft?Bild: Getty Images/S. Olson

Unter seinem Vorgänger Donald Trump hatten sich die Vereinigten Staaten aus dem Pariser Abkommen zurückgezogen. Noch am Tag seiner Vereidigung verfügte Biden die Rückkehr, womit er ein zentrales Wahlversprechen einlöste.

Dicke Luft herrscht

Alles in allem strebt Biden nach eigenem Bekunden eine aktivere Rolle in der Weltpolitik an als Trump. Die Spannungen mit China und Russland hatten sich dadurch allerdings zuletzt verschärft. So beschloss Bidens Administration Sanktionen gegen China wegen der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren. Russland drohte er Strafmaßnahmen an, weil der Kreml versucht habe, die US-Präsidentenwahl zu beeinflussen. Auch bejahte Biden in einem Interview die Frage, ob er Putin für einen "Killer" halte. Diese Aussage hatte in Moskau für große Empörung gesorgt.

wa/AR (dpa, afp, rtr)

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