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Fall Epstein: Clintons wollen vor Kongress aussagen

3. Februar 2026

Nach der Veröffentlichung neuer Epstein-Dokumente rücken die Clintons ins Rampenlicht. Nun kündigen Bill und Hillary Clinton an, vor dem US-Kongress aussagen zu wollen.

Bill und Hillary Clinton gehen Hand in Hand
Seit mehr als 50 Jahren verheiratet: Bill und Hillary Clinton (Archivbild aus 2023)Bild: Charles McQuillan/AFP

Bill und Hillary Clinton seien bereit, zu einvernehmlich vereinbarten Terminen persönlich und unter Eid auszusagen, teilten die Anwälte des früheren US-Präsidenten und der ehemaligen Außenministerin dem zuständigen Ausschuss des Repräsentantenhauses mit. Zuvor hatten sich die beiden Demokraten monatelang gegen eine Aussage in der Affäre um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gesperrt. Zugleich warfen sie dem republikanischen Vorsitzenden des Ausschusses, James Comer, vor, ein politisch motiviertes Verfahren zu betreiben.

Der damalige US-Präsident Clinton (l.) mit Epstein 1993 bei einer Veranstaltung im Weißen Haus Bild: Ralph Alswang/The White House/Avalon.red/IMAGO

Die Zusage der Clintons erfolgte vor dem Hintergrund eines Verfahrens wegen Missachtung des Kongresses. Dieses hätte im äußersten Fall zu einer Geld- oder sogar zu einer Gefängnisstrafe führen können. Ob ein Verfahren wegen Missachtung des US-Kongresses durch eine Aussage der Clintons noch abgewendet wird, war zunächst unklar. Denn ob Comer das Angebot annimmt, ist noch offen.

Clinton taucht in Epstein-Dokumenten auf

Bill Clintons Name und Bilder von ihm tauchten in Dokumenten zu den Epstein-Ermittlungen auf. Eine Nennung per se bedeutet aber nichts. Der frühere US-Präsident hat ein Fehlverhalten im Zusammenhang mit seiner Bekanntschaft mit Epstein wiederholt bestritten.

In den Epstein-Dokumenten finden sich mehrere Fotos, auf denen Bill Clinton zu sehen istBild: Department Of Justice/ZUMA/IMAGO

Das US-Justizministerium hatte erst am Freitag mehr als drei Millionen weitere Dokumente zum Fall Epstein veröffentlicht, darunter E-Mails, Fotos und Videos. Darin tauchten erneut die Namen zahlreicher einflussreicher Persönlichkeiten auf, darunter der heutige US-Präsident Donald Trump, Tech-Multimilliardär Elon Musk, Microsoft-Gründer Bill Gates und der ehemalige britische Prinz Andrew. Auch die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit wird Medienberichten zufolge mehrere hundert Mal erwähnt. Sie räumte bereits "peinliche Fehler" ein.

Jahrelang hatte der Multimillionär Epstein aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll er Minderjährige etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben.

2008 war Epstein erstmals verurteilt worden. 2019 wurde er erneut festgenommen. Rund einen Monat später wurde der 66-Jährige erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben.

gri/se (dpa, afp, rtr)

Redaktionsschluss: 17.00 Uhr (MEZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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