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Blutige Ausschreitungen in Nigeria

1. Dezember 2008

Bei Unruhen in der nigerianischen Stadt Jos sind mehr als 300 Menschen getötet worden. Die Ausschreitungen begannen nach den Kommunalwahlen vom Donnerstag, nachdem Vorwürfe des Wahlbetrugs laut wurden.

Ausgebrannte Apotheke in JosBild: AP

Die Gewalt eskalierte, als Gerüchte die Runde machten, die Oppositions-Partei ANPP (All Nigeria Peoples Party) habe gegen die Regierungspartei PDP (People’s Democratic Party) verloren. Am Freitagmorgen (28.11.2008) begannen zumeist Jugendliche in einigen Stadtteilen zu randalieren, später dann zu brandschatzen und zu morden. Nach Angaben von Anwohnern wurden mehrere Moscheen und Kirchen zerstört. Das Rote Kreuz berichtet, dass mehr als 10.000 Menschen vor den Kämpfen aus ihren Häusern geflohen seien. Mehr als 300 seien getötet und unzählige Menschen verletzt worden. Die Regierung des Bundesstaates spricht offiziel von 200 Toten.

Wie stark sind Entwicklungsländer von Finanzkrise betroffen?

Der Emir von Katar und UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon bei der Eröffnung der UN-Konferenz in DohaBild: AP

In Doha, der Hauptstadt des Golfemirats Katar, läuft seit Samstag die internationale Konferenz für Entwicklungsfinanzierung. Und ein Thema überlagert auch dort alle anderen: die Auswirkungen der Finanzkrise. Eine Befürchtung äußert dazu jeder der zahlreichen Staats- und Regierungschefs, die zur UN-Konferenz gekommen sind: dass die Krise die Entwicklungsländer besonders hart treffen könnte, wenn nichts unternommen wird. Zwar sind die Entwicklungsländer nicht unmittelbar von der Finanzkrise betroffen. Hier gibt es keine Banken, die sich mit hochspekulativen Anlageprodukten verzockt haben. Trotzdem werden die Auswirkungen der Krise gewaltig sein, glauben Volkswirte. Denn sie treffe die Entwicklungsländer dort, wo es weh tut. Zum Beispiel beim Export ihrer Waren.

Kehrtwende in Südafrikas Aids-Politik?

Aidskranke in SüdafrikaBild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Aids-Aktivisten klagen Südafrikas Regierung an: Präsident Thabo Mbeki und seine Gesundheitsministerin Tshabalala-Mzimang, die in Südafrika gern "Mrs. Rote Beete" genannt wird, hätten in Südafrika einen Genozid verschuldet: 300.000 Aids-Tote hätten bei einer entschiedenden Anti-Aids-Politik vermieden werden können, sagen die Aktivisten. Jetzt gibt es einen neuen Präsidenten und eine neue Gesundheitsministerin und deshalb hoffen im südafrikanischen Kinder- und Mütterdorf "Nkosis Haven" Dutzende Infizierte und Waisen-Kinder auf eine Kehrtwende in der südafrikanischen Aids-Politik. Anzeichen dafür gibt es, aber trotzdem bleiben viele Aktivisten skeptisch.

Redaktion: Klaudia Pape

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