1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
Politik

Blutiger Luftschlag gegen Marsuk

5. August 2019

Die folgenschwere Militäraktion in Marsuk dürfte auf das Konto der Truppen des abtrünnigen Generals Haftar gehen. Er will Libyens schwache Regierung stürzen und vollends die Macht in dem zerschundenen Land übernehmen.

Blick auf die Stadt Marsuk im Süden Libyens (Foto: Imago Images/iamgebroker/giovannini)
Blick auf die Stadt Marsuk im Süden Libyens (Archivbild)Bild: Imago Images/iamgebroker/giovannini

Bei einem Luftangriff im Süden Libyens sind nach Angaben eines örtlichen Behördenvertreters mindestens 43 Menschen getötet worden. Mehr als 60 Menschen hätten bei dem Angriff am Sonntagabend Verletzungen erlitten, sagte der Vertreter der betroffenen Stadt Marsuk. Unter den Verletzten seien rund 30 Schwerverletzte. Die international anerkannte Regierung in Tripolis sprach auf ihrer Facebook-Seite von "dutzenden Toten und Verletzten unter den Zivilisten".

Die Regierung macht Milizen des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar für den Angriff verantwortlich, der eine Gegenregierung im Osten Libyens unterstützt. Die "Libysche Nationale Armee" (LNA) von Haftar räumte einen Militärschlag in Marsuk inzwischen ein, bestritt aber, dabei auch Zivilisten getroffen zu haben.

In dem nordafrikanischen Land herrscht seit dem Sturz und gewaltsamen Tod des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 Chaos. Die Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch in Tripolis ist schwach und hat weite Teile Libyens nicht unter Kontrolle. Haftar startete im April eine Militäroffensive gegen Tripolis. Seit dieser Zeit wurden durch die Kämpfe nach Angaben der Vereinten Nationen über 100.000 Menschen vertrieben.     

sti/wa (afp, dpa, rtr)

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen