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BMW eröffnet das zweite Werk in China

24. Mai 2012

"Baoma" heiß BMW auf Chinesisch - das bedeutet "wertvolles Pferd". Mit einem zweiten Werk in China will der deutsche Autobauer dort nun wirtschaftlich "losgaloppieren".

Eine Computeranimation des BMW-Werks in Tiexi (Foto: BMW)
BMW Werk China TiexiBild: picture-alliance/dpa/BMW

Der Autobauer BMW will die Verkaufszahlen im Boommarkt China kräftig steigern und vervielfacht mit einem zweiten Werk vor Ort seine Produktionskapazität. Finanzvorstand Friedrich Eichiner kündigte für 2012 ein Absatzplus von 25 bis 30 Prozent im größten Automarkt der Welt an - das wären dann rund 300.000 Fahrzeuge. Mit dem neuen Werk in Tiexi im Nordosten Chinas, das gerade eröffnet wurde, soll die Fertigungskapazität bis Ende 2013 auf 300.000 Autos pro Jahr steigen. Je nach Marktentwicklung könne "sogar ein Volumen von bis zu 400.000 Fahrzeugen" lokal produziert werden, sagte Konzernchef Norbert Reithofer. Wann dies soweit sein soll, blieb offen. Die Investitionen für das zweite Werk belaufen sich bisher auf 1,5 Milliarden Euro.

Interview Friedrich Eichiner, BMW CFO zu China-Werk - MP3-Mono

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BMW verkauft derzeit nirgendwo auf der Welt so viele Wagen wie in China. Weil die Zahl der Wohlhabenden dort rasant wächst, rechnet der Oberklasse-Hersteller damit, dass sich das Premiumsegment in den nächsten vier oder fünf Jahren verdoppelt. Von 14,5 Millionen verkauften Fahrzeugen entfielen 2011 in China rund eine Million auf die Nobelklasse; fast drei Viertel davon stammten von den drei deutschen Herstellern Audi, BMW und Mercedes.

Neben der schieren Größe des Marktes sind für die Konzerne die hohen Gewinnbeiträge attraktiv. Die Vorliebe vieler Chinesen für große Motoren, luxuriöse Innenausstattung und elektronische Extras lässt die Kassen klingeln. In China sind die Renditen der Autobauer nach Einschätzung von Experten mindestens doppelt so hoch wie anderswo.

zdh/hf (Reuters, dpa)