1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
Politik

Boris Johnson nicht mehr auf Intensivstation

9. April 2020

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Intensivstation verlassen. Der Zustand des COVID-19-Erkrankten hat sich sich so verbessert, dass er auf die Station zurückverlegt wurde, wie ein Sprecher mitteilte.

Coronavirus | Großbritannien | Verwaiste Downing Street 10
Der Hausherr ist weiter im Londoner St.-Thomas-Hospital, nicht in Downing Street 10 Bild: picture-alliance/AP Photo/K. Wigglesworth

Der Regierungssprecher führte aus, dass Johnson weiterhin unter strenger Beobachtung stehe. Gleichwohl sei Johnson "außerordentlich guten Mutes", hieß es in London. Der 55-jährige Johnson war am Sonntag mit anhaltendem Fieber und Husten ins Londoner St.-Thomas-Krankenhaus eingeliefert und am Montagabend auf die Intensivstation verlegt worden, nachdem sich sein Zustand verschlechtert hatte. Künstlich beatmet wurde er den Angaben zufolge nicht.

Johnson war vor rund zwei Wochen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Seine Symptome bezeichnete er damals als leicht. Zunächst arbeitete er in Heimquarantäne im Regierungssitz in der Londoner Downing Street weiter. In seinen Videobotschaften zur Coronavirus-Pandemie gab er sich optimistisch, er wirkte aber bereits angeschlagen.

Premier Johnson am 28. März in einer VideobotschaftBild: Reuters

Noch Anfang März hatte Johnson damit geprahlt, dass er Menschen in einem Krankenhaus, darunter COVID-19-Patienten, die Hände geschüttelt habe. Das werde er auch weiterhin tun, sagte er damals. Seine anfangs nonchalante Art, mit der Seuche umzugehen und das Virus zu verharmlosen, hat ihn nach wenigen Wochen mit seiner eigenen Corona-Erkrankung eingeholt.

Britische Medien spekulieren bereits darüber, dass es Wochen dauern könnte, bis Johnson wieder die Regierungsgeschäfte übernehmen kann. Vertreten wird er bis auf weiteres von Außenminister Dominic Raab.

qu/uh (rtr, dpa)