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PolitikBrasilien

Bolsonaro wegen chronischen Schluckaufs operiert

28. Dezember 2025

Brasiliens inhaftierter Ex-Präsident durfte zu Weihnachten das Gefängnis für eine Operation verlassen. Ein Eingriff am Zwerchfellnerv war bei Jair Bolsonaro nötig - als Folge eines Attentats vor sieben Jahren.

Ein Polizist mit einem Gewehr öffnet die Tür zu einem Auto, in dem Brasiliens ehemaliger Präsident Jair Bolsonaro zu einem Krankenhaus in Brasília gebracht wird (24.12.2025)
Überstellung von Jair Bolsonaro ins Krankenhaus (am Mittwoch)Bild: Eraldo Peres/AP Photo/picture alliance

Brasiliens früherer Präsident Jair Bolsonaro hat sich wegen chronischen Schluckaufs einem weiteren Eingriff im Krankenhaus unterzogen. Die Behandlung am Zwerchfellnerv verlief gut, wie die Ärzte mitteilten.

Täglicher Schluckauf

Der Nerv sei per Ultraschall lokalisiert worden, dann sei dort an der rechten Seite ein Schmerzmittel injiziert worden. Am Montag solle die linke Seite folgen. Vor dem Eingriff hatte Bolsonaros Ehefrau Michelle am Samstag mitgeteilt, der Ex-Präsident leide seit neun Monaten unter täglichem Schluckauf.

Bolsonaros Ehefrau Michelle (bei einem Besuch ihres inhaftierten Manns im November)Bild: Eraldo Peres/AP Photo

Der wegen eines Putschversuchs inhaftierte rechtsextreme Politiker war bereits am Mittwoch aus dem Gefängnis freigekommen, um in der Privatklinik DF Star in der Hauptstadt Brasília an der Leiste operiert zu werden. Auch dieser Eingriff am Donnerstag verlief nach Angaben seiner Frau "ohne Komplikationen".

Bolsonaro leidet gesundheitlich unter den Folgen einer Bauchverletzung durch einen Messerangriff während des Wahlkampfs 2018. Nach dem Attentat musste er mehrfach im Bauchraum operiert werden.

Haftunterbrechung wegen des Eingriffs 

Richter Alexandre de Moraes hatte einem Antrag von Bolsonaros Anwälten stattgegeben, die eine vorübergehende Freilassung des 70-Jährigen für die Leistenbruch-Operation gefordert hatten. Bolsonaro ist seit Ende November in Brasília inhaftiert, nachdem er mit einem Lötkolben versucht hatte, seine Fußfessel zu lösen.

Moraes war für den Prozess zuständig, bei dem Bolsonaro im September zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilt worden war. Das Oberste Gericht befand den Ex-Präsidenten für schuldig, eine "kriminelle Organisation" angeführt zu haben, die seine Wahlniederlage von 2022 gegen Präsident Luiz Inacio Lula da Silva habe kippen wollen.

pg/AR (afp, rtr)

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