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Literatur

Buchmesse Leipzig gibt sich politisch

21. Februar 2017

In einem Monat dreht sich in der Messestadt Leipzig wieder alles ums Buch. In diesem Jahr widmet sich das umfangreiche Begleitprogramm der Kultur und Gesellschaft in Litauen, 2017 Gastland in Leipzig.

Junge Frau liest ein Buch
Bild: picture-alliance/ZB/J. Woitas

Wer liest, kommt in diesem Jahr an politischen Debatten nicht vorbei. Der Rechtsruck in Europa, Wahlen in drei Ländern der EU, der Brexit. Die politischen Veränderungen empfinden viele Menschen als Bedrohung. Auch die Leipziger Buchmesse reagiert auf diese Umbruchsituation und stellt aktuelle politische Debatten in den Mittelpunkt des Veranstaltungsprogramm vom 23. bis 26. März 2017. "Noch nie ist das Bedürfnis der Öffentlichkeit so groß gewesen, sich über gesellschaftliche Gegenwart und Zukunft auszutauschen, wie in diesem Jahr", sagte Buchmessen-Direktor Oliver Zille am Dienstag (21.2.2017) in Leipzig.

Litauen ist Gastland der Leipziger Buchmesse 2017

Um die Vergangenheit und Gegenwart Europas geht es im Programm des Schwerpunktlandes der Buchmesse: Litauen. Rund 60  Veranstaltungen präsentieren Werke von 100 litauischen Autoren und Künstlern. Zentrale Themen sind die litauische Kultur, aber auch die Stadt Vilnius, die besondere Beziehungen zu ihren deutschen, polnischen und russischen Nachbarn unterhält.

Der deutsche Schriftsteller Thomas Mann besaß ein Sommerhaus in LitauenBild: picture-alliance/ZB/V. Heinz

Das Land präsentiert sich mit 26 Neuerscheinungen, unter anderem von Eugenijus Alisanka. Das diesjährige Reformationsjubiläum werde eine dominante Rolle spielen, kündigte Zille an: "Es luthert unheimlich auf der Messe." Die Reformation vor 500 Jahren sei "eine Revolution im Denken der Menschen" gewesen. Die Messe werde mit ihrem Angebot zurück und nach vorn schauen. So setzten sich mit Martin Luther und der Reformation zahlreiche Neuerscheinungen auseinander, von Kinderbuch, Comic und Streitschrift bis zum Roman.

In einem Poetry Slam wird in Leipzig die Macht des Wortes gefeiert. Man wolle sich zeitgemäß mit Martin Luther (1483-1546) und der Reformation auseinandersetzen, so Buchmesse-Direktor Zille.

In der Leipziger Bauchwollspinnerei, in der auch der weltberühmte Maler Neo Rauch sein Atelier hat, eröffnet bereits am 25. Februar die Kunst-Ausstellung "Oxymora", die sich mit der Verbindung von Malerei, Text und Textildesign widmet. Auf der Leipziger Buchmesse und auf allen Begleitveranstaltungen werden auch in diesem Jahr wieder 260.000 Besucher erwartet.  

so/hm (dpa/Leipziger Buchmesse)

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