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Bundesliga: Dino Toppmöller stolpert über zu viele Gegentore

19. Januar 2026

Das "Torfestival" in Bremen ist eines zu viel für Eintracht Frankfurts Trainer Toppmöller. Die Bayern brauchen gegen Leipzig nur eine gute Halbzeit und Leverkusen kriselt. Der Rückblick auf den 18. Spieltag.

Eintracht Frankfurts Trainer Dino Toppmöller beobachtet das Spiel seiner Mannschaft in Bremen und hält sich beide Hände an den Kopf
Einfach zu viele Gegentore: Eintracht-Trainer Dino Toppmöller wird nach dem 3:3 in Bremen entlassenBild: Marcus Hirnschal/osnapix/picture alliance

"Ich hätte sehr gerne mit dieser Mannschaft weitergearbeitet und mich weiter den Herausforderungen, die da sind, gestellt", meinte Frankfurts Trainer Dino Toppmöller nach seiner Entlassung. "Ich bin jeden Tag mit großer Leidenschaft und Freude zur Eintracht gegangen und bin stolz auf das, was wir gemeinsam in den vergangenen zwei Jahren erreicht haben." 

Zwei Tage nach einem wilden 3:3 bei Werder Bremen zog der Klub die Reißleine und entließ den 45-Jährigen. 39 Gegentore in 18 Spielen der Fußball-Bundesliga waren den Verantwortlichen einfach zu viel. "Es sind immer wieder die gleichen Fehler. So können wir nicht weitermachen, so können wir nicht auftreten", sagte Sportvorstand Markus Krösche. "Wir sind Eintracht Frankfurt und wir haben einen Anspruch an uns selber, wie wir Fußball spielen wollen."

Mit 27 Punkten und dem siebten Platz laufen die Frankfurter diesen Ansprüchen hinterher. Interimsmäßig übernehmen U21-Trainer Dennis Schmitt und U19-Coach Alexander Meier die Mannschaft. Als mögliche Toppmöller-Nachfolger werden Marco Rose, Edin Terzic, Roger Schmidt, Sandro Wagner und sogar Xabi Alonso gehandelt.

FC Bayern dreht nach der Pause auf

Von ähnlichen Sorgen wie die Frankfurter ist der FC Bayern München weit entfernt. Nach einer schwächeren ersten Halbzeit bei RB Leipzig drehten die Münchener nach der Pause auf und machten aus einem 0:1 scheinbar mühelos einen 5:1-Sieg.

Leistungssteigerung nach der Pause: Michael Olise (l.) und Jonathan Tah (r.) gehörten zu den TorschützenBild: Alexander Trienitz/nordphoto Gmb/picture alliance

Da fiel es dem Bayern-Trainer hinterher leicht, den Gegner zu loben. "Die haben uns richtig Probleme bereitet, die waren klar besser, vom Gefühl doppelt so gut. Ich weiß nicht, ob die frischer waren, das darf aber keine große Rolle spielen", meinte Vincent Kompany und fügte in Richtung seines eigenen Teams an: "Zweite Halbzeit - mein Gott. Es war nicht perfekt, es war pure alte Schule, Mentalität."

In der Tabelle haben die Bayern nun elf Punkte Vorsprung auf Rang zwei und ein Torverhältnis von +57 Toren. Zweiter ist Borussia Dortmund. Der BVB setzte sich mit 3:2 gegen den FC St. Pauli durch.

Hoffenheim vertieft Leverkusener Krise

Den Sprung auf Rang drei hat die TSG Hoffenheim geschafft. Ein im hohen Bogen in den Winkel gezirkelter Freistoß genügte, um Bayer 04 Leverkusen mit 1:0 zu bezwingen. Für die Hoffenheimer war es der dritte Sieg aus den vergangenen vier Bundesligaspielen, für die Werkself dagegen die zweite Pleite in Folge.

"Insgesamt haben wir heute wieder unter unserem Level gespielt. Ich glaube, wir haben die richtigen Lösungen nicht gefunden", sagte Bayer-Trainer Kasper Hjulmand.

Leverkusens Torhüter Flekken kann dem Freistoß von Wouter Burger nur hinterhersehen - später muss er verletzt rausBild: Harry Langer/DeFodi Images/picture alliance

Neben möglichen Punkten verloren die Leverkusener zudem zwei wichtige Spieler: Stammtorhüter Mark Flekken erlitt eine Bänderverletzung am Knie, Flügelstürmer Nathan Tella verletzte sich am Fuß. Beide fallen nach Angaben des Vereins längerfristig aus.

In der Tabelle rutschten die Leverkusener, die in der Vorwoche bereits gegen den VfB Stuttgart unterlegen waren, auf Rang sechs ab. Der Rückstand auf den VfB, der 1:1 gegen Union Berlin spielte, und Hoffenheim beträgt vier Punkte.  

"Die Mannschaft verkörpert brutalen Zusammenhalt. Keiner spielt noch gern gegen uns. Ich bin voll des Lobes für mein Team", freute sich TSG-Trainer Christian Ilzer.

Stillstand im Abstiegskampf

In der unteren Tabellenhälfte gab es am 18. Spieltag wenig Bewegung. Zwar trafen gleich mehrere der dort beheimateten Klubs in direkten Duellen aufeinander, doch endeten fast alle Spiele unentschieden. Der Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach trennten sich 0:0, der VfL Wolfsburg und der 1. FC Heidenheim 1:1. Auch der FC Augsburg kam gegen den SC Freiburg, trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 hinaus. 

"Wir wissen selbst gerade noch nicht, was wir damit anfangen sollen", sagte FCA-Stürmer Michael Gregoritsch. "Das Spiel dürfen wir nicht mehr hergeben. Es ist schade, aber so ist es."

Spiel gedreht: Zwei Tore von Stürmer Ragnar Ache (r.) bescheren Köln den Sieg gegen MainzBild: Steffie Wunderl/BEAUTIFUL SPORTS/picture alliance

Einzig der 1, FC Köln machte durch einen 2:1-Erfolg gegen den FSV Mainz 05 Boden gut. Die Kölner drehten einen 0:1-Rückstand zur Halbzeit durch zwei Treffer des eingewechselten Ragnar Ache.

"Wir sind natürlich überglücklich, dass die lange Leidenszeit, wo wir alles gegeben haben, aber nicht belohnt wurden, nun vorbei ist", sagte Kölns Torhüter Marvin Schwäbe nach zuvor acht sieglosen Ligapartien. Sein Trainer Lukas Kwasniok, der zuletzt arg in der Kritik stand, freute sich über seine gelungene Einwechslung: "Den Mutigen gehört die Welt und heute eben der Sieg", sagte er.

Ergebnisse und Torschützen des 18. Spieltags der Fußball-Bundesliga:

Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 3:3 (1:1)
Tore:
0:1 Kalimuendo Muinga (1.), 1:1 Njinmah (29.), 1:2 Collins (56.), 2:2 Stage (78.), 3:2 Milosevic (80.), 3:3 Knauff (90.+4)

Hamburger SV - Borussia Mönchengladbach 0:0
Tore:
keine

Borussia Dortmund - FC St. Pauli 3:2 (1:0)
Tore:
1:0 Brandt (45.+1), 2:0 Adeyemi (54.), 2:1 Sands (62.), 2:2 Jones (72.), 3:2 Can (90.+6, Foulelfmeter nach Videobeweis)

VfL Wolfsburg - 1. FC Heidenheim 1:1 (0:1)
Tore:
0:1 Beck (45.+2), 1:2 Jenz (80.)

TSG Hoffenheim - Bayer Leverkusen 1:0 (1:0)
Tor:
1:0 Burger (9.) 

1. FC Köln - FSV Mainz 05 2:1 (0:1)
Tore:
0:1 Bell (29.), 1:1 Ache (57.), 2:1 Ache (86.)

RB Leipzig - Bayern München 1:5 (1:0)
Tore:
1:0 Romulo (20.), 1:1 Gnabry (50.), 1:2 Kane (67.), 1:3 Tah (83.), 1:4 Pavlovic (85.), 1:5 Olise (88.)

VfB Stuttgart - Union Berlin 1:1 (0:0)
Tore:
1:0 Führich (59.), 1:1 Jeong (83.)

FC Augsburg - SC Freiburg 2:2 (0:0)
Tore:
1:0 Claude-Maurice (47.), 2:0 Rexhbecaj (49.), 2:1 Suzuki (60.), 2:2 Matanovic (62.)

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