1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Bundesliga-Pleite für FC Bayern - natürlich gegen Augsburg

26. Januar 2026

Der FC Augsburg fügt Bayern München die erste Bundesliga-Niederlage der Saison zu und bestätigt seinen Ex-Trainer. Bei Frankfurt hält die Krise an und Mainz sendet ein Lebenszeichen. Der Rückblick auf den 19. Spieltag.

Torjubel Torschütze Han-Noah Massengo mit anderen Augsburger Spielern nach dem Tor zum 2:1 gegen den FC Bayern
Bereit machen zum Jubeln! Augsburgs Han-Noah Massengo (2.v.l.) erzielt das 2:1 gegen den FC BayernBild: Christian Kolbert/kolbert-press/picture alliance

"Dieses Spiel heute wird uns nicht in eine Krise stürzen", sagte Bayern Münchens Mittelfeldchef Joshua Kimmich nach der ersten überraschenden Bundesliga-Niederlage seit dem 8. März 2025. Ohne "harte Arbeit" und "unsere Spielprinzipien" sei man halt besiegbar, so der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. "Wenn wir da nachlassen, dann sind wir eben nicht top."

Dabei sah im Heimspiel gegen den FC Augsburg eigentlich alles aus wie immer: Die Bayern führten mit 1:0 und waren dabei, die Partie routiniert über die Bühne zu bringen. Es wäre ihr 17. Sieg im 19. Bundesligaspiel gewesen. Doch dann drehten die Augsburger in der Schlussviertelstunde auf, trafen zweimal und eroberten einen 2:1-Sieg.

"Der Trainer hat in seiner Ansprache von einem 'Day to Remember' gesprochen", sagte FCA-Torhüter Finn Dahmen. "Den haben wir auf jeden Fall geschafft. Hut ab vor der Mannschaft."

Mit dem Sieg "bewiesen" die Augsburger Spieler Monate nach dessen Entlassung doch noch die Worte ihres ehemaligen Trainers Sandro Wagner. Der hatte im vergangenen Jahr vor dem Hinspiel behauptet, seine Mannschaft habe "keinesfalls weniger Qualität als die Bayern" - und war dafür belächelt und kritisiert worden.

Die Bayern fanden die Niederlage zwar ärgerlich, wollten ihr aber keine größere Bedeutung beimessen. "So tief sind wir noch nicht, dass wir jetzt Bier brauchen in der Kabine", meinte der Bayern-Trainer Vincent Kompany. "Wenn wir jetzt wieder zehn Monate ungeschlagen bleiben, dann ist alles in Ordnung für mich."

Dortmunds Schlotterbeck: "Dranbleiben"

An der unangefochtenen Spitzenposition der Bayern (50 Punkte) hat die Niederlage im Grunde nicht viel geändert. Die Münchener haben acht Punkte Vorsprung auf den Zweiten Borussia Dortmund, der mit 3:0 bei Union Berlin gewann.

Nico Schlotterbeck (l.) erzielte das zwischenzeitliche 2:0 für die Dortmunder bei Union BerlinBild: Dennis Ewert/RHR-FOTO/picture alliance

Chancen auf einen echten Titelkampf sieht aber auch BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck nicht. "Ich will einfach so lange wie möglich dranbleiben", sagte er. "Ich glaube, ihr wollt das auch nicht, dass im Februar, März die Meisterschaft entschieden ist."

Dortmund (42 Punkte) hat selbst ebenfalls ein kleines Polster von sechs Zählern auf die TSG Hoffenheim und den VfB Stuttgart (beide 36). Dahinter folgen RB Leipzig (35) und Bayer 04 Leverkusen (32).

Schon wieder drei Gegentore für Frankfurt

Hoffenheim, momentan so etwas wie das Team der Stunde in der Bundesliga, feierte mit einem 3:1 bei Eintracht Frankfurt den dritten Sieg in Folge - obwohl Frankfurt zunächst in Führung ging. "Vom Gegentor weg waren wir dann schon klar das spielbestimmende Team und haben dann auch am Ende verdient gewonnen", meinte TSG-Trainer Christian Ilzer anschließend.

Bei Frankfurt verschärfte sich dagegen die Krise. Auch im zweiten Spiel nach der Entlassung von Trainer Dino Toppmöller kassierte die Eintracht eine Niederlage mit drei Toren des Gegners - insgesamt war es das fünfte Spiel in Folge mit drei Gegentreffern.

Schwerer Gang nach schwacher Leistung: Robin Koch (2.v.l.) und seine Teamkollegen hören die Kritik der FansBild: Gawlik/BEAUTIFUL SPORTS/picture alliance

"Ich glaube, in der zweiten Halbzeit machen wir wieder die gleichen Fehler wie in den letzten Wochen. So wird es schwer, Spiele zu gewinnen", sagte Eintracht-Verteidiger Robin Koch und zeigte Verständnis für die wütenden Fans.

"Wir woll'n euch kämpfen sehen!", schallte es bereits nach dem 1:2 aus der heimischen Kurve, nach dem 1:3 gab es Pfiffe. Einen Nachfolger für Toppmöller hat die Eintracht noch nicht gefunden.

Stuttgart setzte sich bei Borussia Mönchengladbach mit 3:0 durch, auch weil Gladbachs Torjäger Haris Tabakovic beim Stand von 0:0 einen Foulelfmeter vergab. Leverkusen schaffte nach zuvor drei Pflichtspielniederlagen einen 1:0-Arbeitssieg gegen Werder Bremen.

Nadiem Amiri - vom Krankenbett zum Matchwinner

In der Abstiegszone hat der FSV Mainz 05 ein Lebenszeichen gesendet und mit dem VfL Wolfsburg einen direkten Konkurrenten mit 3:1 besiegt. Entscheidend war die Einwechslung des ehemaligen Nationalspielers Nadiem Amiri, der nach 65 Minuten beim Stand von 0:1 ins Spiel kam und die Partie mit zwei Vorlagen und einem eigenen Treffer für Mainz drehte.

Dabei stand wegen einer Krankheit lange auf der Kippe, ob Amiri überhaupt dabei sein konnte. "Es war einfach so, dass er ziemlich in den Seilen hing unter der Woche", sagte FSV-Sportdirektor Niko Bungert: "Deshalb war klar, dass es nur für etwa 30 Minuten reichen würde."

Mittelfeldspieler Nadiem Amiri beschert dem FSV Mainz gegen Wolfsburg drei wichtige Punkte und lässt sich feiernBild: Torsten Silz/dpa/picture alliance

Mainz steht nach dem Sieg nun wieder auf dem Relegationsplatz. Für Wolfsburg rückt die "rote Zone" mit der Niederlage dagegen wieder näher. 19 Punkte nach 19 Spieltagen sind die schlechteste Bilanz der letzten 20 Jahre für den Volkswagen-Werksklub.

Auch der 1. FC Köln und der 1. FC Heidenheim erlitten Rückschläge im Kampf um den Klassenerhalt. Heidenheim verlor mit 0:3 gegen RB Leipzig, die Kölner unterlagen beim SC Freiburg mit 1:2.

Keinen Sieger - und auch keine Tore - gab es beim mit Spannung erwarteten Hamburger Derby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV.

Ergebnisse und Torschützen des 19. Spieltags der Fußball-Bundesliga:

FC Bayern München - FC Augsburg 1:2 (1:0)
Tore:
1:0 H. Ito (23.), 1:1 Chaves (75.), 1:2 Massengo (81.)

1. FC Union Berlin - Borussia Dortmund 0:3 (0:1)
Tore:
0:1 Can (10./Foulelfmeter), 0:2 N. Schlotterbeck (53.), 0:3 Beier (84.)

1. FC Heidenheim - RB Leipzig 0:3 (0:0)
Tore:
0:1 Baku (62.), 0:2 Nusa (68.), 0:3 Raum (70.)

Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart 0:3 (0:1)
Tore:
0:1 Leweling (30.), 0:2 Scally (67./Eigentor), 0:3 Undav (74.)

Eintracht Frankfurt - TSG 1899 Hoffenheim 1:3 (1:0)
Tore:
1:0 Kalimuendo (18.), 1:1 Moerstedt (52.), 1:2 Kabak (60.), 1:3 Amenda (65./Eigentor)

Bayer 04 Leverkusen - Werder Bremen 1:0 (1:0)
Tore:
1:0 Vazquez (37.)

SC Freiburg - 1. FC Köln 2:1 (2:1)
Tore:
0:1 Rosenfelder (10./Eigentor), 1:1 Scherhant (11.), 2:1 Matanovic (44.)

FSV Mainz 05 - VfL Wolfsburg 3:1 (0:1)
Tore:
0:1 Amoura (3.), 1:1 Tietz (66.), 2:1 Bell (73.), 3:1 Amiri (83./Foulelfmeter)

FC St. Pauli - Hamburger SV 0:0
Tore:
keine

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen
Den nächsten Abschnitt Top-Thema überspringen

Top-Thema

Den nächsten Abschnitt Weitere Themen überspringen