Vladimir Kosic bietet jeden Tag eine wechselnde Fischkarte an. Zum Buzara, einem typischen Gericht mit Meeresfrüchten, serviert er gegrilltes Gemüse und Salat. Fast wie im Urlaub an der Adriaküste - mitten in Berlin.
Bild: Lena Ganssmann
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Schritt für Schritt: Buzara, Montenegro
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Vladimir Kosic: "Ich habe hier noch einmal neu angefangen"
Dass das Meer in Vladimir Kosics Leben eine herausragende Rolle spielt, ist wenig verwunderlich. Aufgewachsen an der Adriaküste Montenegros, ist es die größte Leidenschaft des Freitauchers, mit einer Harpune auf Fischjagd zu gehen - und seinen Fang später zu grillen. Nach der Schule zieht es Vladimir Kosic dennoch in die Stadt, und er studiert Betriebswirtschaft in Belgrad. Dort betreibt er viele Jahre eine Bar und ein kleines Fischrestaurant, bis er 2013 der Liebe wegen nach Berlin geht. In der Tasche: die Pläne für ein Restaurant. Noch im selben Jahr eröffnet er in Prenzlauer Berg sein Restaurant Lesendro.
Vladimir KosicBild: Lena Ganssmann
Das Lesendro in Berlin-Prenzlauer Berg
Mit dem Namen für sein Restaurant stellt Vladimir Kosic eine klare Verbindung zu seiner Heimat her, denn Lesendro nennt sich eine alte Festung an der montenegrinischen Küste. Und auch sonst bringt Vladimir Kosic ein bisschen Adriastimmung nach Berlin.
50 Küchen, eine Heimat: Montenegro
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Buzara
Zutaten für 4 Personen
1200 g Miesmuscheln
400 g Venusmuscheln
8 Riesengarnelen mit Kopf und Schwanz
8 Scampi mit Kopf
2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
200 g Cherrytomaten
4 Tomaten
2 Lauchzwiebeln
2 EL passierte Tomaten
1 Schuss Weißwein
Salz, Pfeffer
Petersilie
Olivenöl
Zubereitung
Die Zwiebeln in Öl anbraten, dann die Muscheln, die Riesengarnelen sowie die Scampi dazugeben und in der Pfanne köcheln lassen. Die Cherrytomaten und Tomaten kleinschneiden und zusammen mit den passierten Tomaten, Knoblauch, Petersilie, Salz und Pfeffer dazugeben. Mit Weißwein ablöschen. Zum Schluss den Lauch dazugeben und alles weiterkochen, bis die Muscheln aufgehen. Mit Brot servieren.
Das Restaurant Lesendro serviert Buzara
Vladimir Kosic bietet jeden Tag eine wechselnde Fischkarte an. Zum Buzara, einem typischen Gericht mit Meeresfrüchten, serviert er gegrilltes Gemüse und Salat. Fast wie im Urlaub an der Adriaküste - mitten in Berlin.
Bild: Lena Ganssmann
Fangfrischer Fisch auf den Tisch
Jeden Tag geht Vladimir Kosic auf die Suche nach dem besten Fisch in der Stadt - und ist manchmal überrascht, dass es in Berlin oft frischeren Fisch gibt als in seinem Heimatland: "In Montenegro sind wir abhängig von den Fischern, aber hier kommt der Fisch aus der ganzen Welt", sagt er. Gut für den Meeresliebhaber: So kann er in seiner Restaurantküche im Lesendro aus dem Vollen schöpfen.
Bild: Restaurant Lesendro
Fischkenner und Koch
"Die Zubereitung von Fisch und Meeresfrüchten war schon immer meine große Leidenschaft. Das habe ich bei Nachbarn gelernt, bei uns an der Küste. Ich habe mich immer für Kochrezepte interessiert und koche gerne für Freunde. Außerdem bin ich als Taucher oft mit der Harpune unterwegs." - Vladimir Kosic
Bild: Lena Ganssmann
Klein-Montenegro
Bevor Vladimir Kosic 2013 das Lesendro im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg gründet, hat er bereits viele Jahre ein Fischrestaurant in der serbischen Hauptstadt Belgrad geleitet. Sein Erfolgsrezept: eine täglich wechselnde Fischkarte. So wird auch der Restaurantbesuch in Berlin zum Kurzurlaub an der Adriaküste.
Bild: Restaurant Lesendro
"Montenegro riecht nach Meer"
In Montenegro sind die Speisen mediterran geprägt. Buzara ist ein typisches Küsten-Gericht, mit Meeresfrüchten und Tomatensoße. Im Lesendro bereitet Vladimir Kosic es genau so zu, wie er es aus seiner Heimat kennt: mit Knoblauch und Olivenöl. Ganz einfach. Man soll die einzelnen Zutaten herausschmecken können.
Bild: Lena Ganssmann
Montenegrinische Spezialität
Buzara ist in Montenegro sehr beliebt, es gibt sogar eine Redensart: "Nachdem du Buzara gegessen hast, kannst du nicht mehr hungrig sein, schließlich gibt es dazu jede Menge Brot und Soße. Früher hatten die Menschen nicht viel Geld. Wenn sie etwas gefangen haben, wurde dazu viel Soße und Brot gegessen." - Vladimir Kosic