Nach den Hinspiel-Playoffs der Champions League haben Bayern München und Borussia Dortmund beste Chancen, das Achtelfinale zu erreichen. Die Bayern siegen in Glasgow, die Dortmunder in Lissabon.
Harry Kane trifft auch gegen Celtic Glasgow - die Bayern steuern in Richtung Achtelfinale der Champions LeagueBild: picture alliance/dpa
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"Es ist ein Sieg, aber es ist erst Halbzeit", sagte Trainer Vincent Kompany nach dem 2:1-Sieg seines FC Bayern im Playoff-Hinspiel für das Achtelfinale der Champions League bei Celtic Glasgow. "Celtic verliert in Europa eigentlich sehr selten zu Hause. Von daher ist es ein guter Sieg, und wir nehmen das mit. Wir sind zu Hause auch stark und freuen uns auf den nächsten Dienstag."
Dann steigt in der heimischen Arena das Rückspiel gegen die Schotten. Die Ausgangslage für den deutschen Rekordmeister, die Runde der besten 16 Teams zu erreichen, ist nach dem Hinspielsieg sehr gut. Sollten die Bayern weiterkommen, träfen sie im Achtelfinale auf den deutschen Meister Bayer 04 Leverkusen oder Atletico Madrid.
"Das war verdient. Wir haben alles gegeben", sagte der überragende Bayern-Innenverteidiger Dayot Upamecano, der nach dem Abpfiff in Glasgow zum Spieler des Spiels gekürt wurde. Der Franzose hatte nicht nur in kritischen Situationen die Abwehr der Münchener zusammengehalten, sondern auch die Vorlage zum 1:0 durch Michael Olise (45. Minute) gegeben. Harry Kane erhöhte auf 2:0 (49.). Daizen Maida gelang lediglich für Celtic lediglich der Anschlusstreffer (79.). Die Bayern zeigten sich gut gerüstet für das Bundesliga-Topduell an diesem Samstag in Leverkusen.
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Guirassy Torschütze und Vorbereiter
Zufrieden durfte auch Niko Kovac nach seinem ersten Sieg als Trainer von Borussia Dortmund sein. Der sportlich seit Monaten angeschlagene BVB gewann das Playoff-Hinspiel bei Sporting Lissabon mit 3:0 (0:0) und hat damit ebenfalls beste Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale.
Nach einer klaren Leistungssteigerung im zweiten Durchgang sorgten Serhou Guirassy (60. Minute), Pascal Groß (68.) und Karim Adeyemi (82.) für den verdienten Sieg des BVB. Das Rückspiel gegen Lissabon wird am Mittwoch kommender Woche (19. Februar) in Dortmund ausgetragen.
Es sei ein "überragendes Statement" gewesen, sagte Dortmunds Geschäftsführer Lars Ricken. Und auch Kovac war zufrieden: "Wir werden aus diesem Spiel sicherlich sehr viele schöne Momente mitnehmen können." Seine Mannschaft habe "Mentalität, Körperlichkeit und Aggressivität" gezeigt. Nun komme es darauf an, den Schwung ins nächste Bundesliga-Spiel am Samstag bei Tabellenschlusslicht VfL Bochum mitzunehmen. Am vergangenen Wochenende hatten die Dortmunder bei der Premiere Kovacs als BVB-Trainer gegen den VfB Stuttgart mit 1:2 verloren.
Dortmunder Jubel um Torschütze Serhou Guirassy (2.v.r.)Bild: Thomas Haesler/Kirchner-Media/picture alliance
In der ersten Spielhälfte war den Dortmundern die Verunsicherung häufig anzumerken. In der Offensive agierte der BVB oft zu zögerlich und mutlos im Passspiel, in der Defensive packten Svensson und Co. zunächst nicht richtig zu. Weil aber auch Sporting alles andere als in Topform auftrat, entwickelte sich ein extrem zähes Spiel.
In der zweiten Halbzeit drehten die Dortmunder dann jedoch auf. Nach einer langen Flanke von Julian Brandt erzielte Guirassy per Kopf die Führung. Das 2:0 bereitete der Torjäger selbst vor. Nach Guirassys Flanke beförderte Groß den Ball aus kurzer Distanz mit dem Knie ins Tor. Adeyemi setzte mit dem 3:0 den Schlusspunkt.
Real dreht Spiel in Manchester
Manchester City muss nach der 2:3-Heimniederlage im Playoff-Hinspiel gegen Real Madrid um ein Weiterkommen in der Champions League zittern. Trotz zweimaliger Führung, jeweils durch den norwegischen Stürmerstar Erling Haaland (19., 80./Foulelfmeter) verlor die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola am Ende noch gegen den Titelverteidiger aus Spanien. Kylian Mbappé (60.), Brahim Diaz (86.) und in der Nachspielzeit Jude Bellingham (90.+2) drehten das Spiel. "Natürlich ist es jetzt hart", sagte Guardiola: "Wir müssen uns davon erholen."
Die Ergebnisse der Playoff-Hinspiele:
Dienstag, 11. Februar 2025:
Stade Brest - Paris Saint-Germain 0:3 (0:2)
Juventus Turin - PSV Eindhoven 2:1 (1:0)
Manchester City - Real Madrid 2:3 (1:0)
Sporting Lissabon - Borussia Dortmund 0:3 (0:0)
Mittwoch, 12. Februar 2025:
FC Brügge - Atalanta Bergamo 2:1 (1:1)
AS Monaco - Benfica Lissabon 0:1 (0:0)
Feyenoord Rotterdam - AC Mailand 1:0 (1:0)
Celtic Glasgow - Bayern München 1:2 (0:1)
Die Rekordspieler der Champions League
Die Königsklasse des Fußballs ist das Wunschziel aller Profis. Ausnahmefußballer wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Toni Kroos haben den Wettbewerb geprägt. Wer von ihnen stand am häufigsten auf dem Platz?
Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/picture alliance
Robert Lewandowski - 144 Spiele*
Der Torjäger aus Polen ist Champions-League-Sieger (2020) und zweimaliger Weltfußballer (2020+2021). Lewandowski läuft in seiner Karriere für Borussia Dortmund, den FC Bayern und den FC Barcelona in der "Königsklasse" auf - und erzielt für alle drei Klubs regelmäßig Tore. Er gehört daher auch zu den erfolgreichsten Torjägern der Champions League. (*Stand 16. April 2026)
Bild: Norbert Schmidt/picture alliance
Ryan Giggs - 145 Spiele
Wohl kaum ein anderer Spieler ist in der Champions League so oft den linken Flügel entlang gesprintet wie der Waliser. Giggs wird an seinem 17. Geburtstag Profi bei Manchester United und macht 2014 mit 40 sein letztes Spiel für die "Red Devils". Unter Trainer Alex Ferguson gewinnt Giggs mit der Generation um David Beckham insgesamt 36 Titel, darunter zweimal die Champions League (1999, 2008).
Bild: JON SUPER/AP Photo/picture alliance
Toni Kroos - 151 Spiele
Toni Kroos legt eine unglaubliche Karriere in der Champions League hin. 41 Spiele macht er für den FC Bayern, mit dem er 2013 den Titel gewinnt. Nach seinem Wechsel zu Real Madrid dreht Kroos richtig auf und holt mit den "Königlichen" fünf weitere Male den begehrtesten Pokal in Europas Klubfußball (2016, 2017, 2018, 2022, 2024). Bis zu seinem Karriereende 2024 ist er eine Säule der Mannschaft.
Bild: Manuel Reino Berengui/DeFodi Images/picture alliance
Xavi - 151 Spiele
Der Welt- und Europameister ist von 1998 bis 2015 beim FC Barcelona aktiv und bildet dort mit Andrés Iniesta ein kongeniales Mittelfeld-Duo. Xavi ist die zentrale Figur im Tiki-Taka-System Barças. Unter Pep Guardiola gewinnt er die Champions League dreimal (2006, 2009, 2011). 2015 kommt unter Luis Enrique ein weiterer Königsklassen-Titel hinzu.
Bild: Jonathan Brady/dpa/picture alliance
Karim Benzema - 152 Spiele
Der Mittelstürmer spielt für Olympique Lyon und Real Madrid in der Champions League. Nach dem Abgang Cristiano Ronaldos entwickelt sich der Franzose zur zentralen Figur in der Real-Offensive. Benzema ist einer der erfolgreichsten Torschützen des Wettbewerbs und gewinnt die Königsklasse mit Real fünfmal (2014, 2016, 2017, 2018, 2022). 2023 wechselt er nach Saudi-Arabien.
Bild: picture alliance / Newscom
Manuel Neuer - 159 Spiele*
Seine ersten 22 Einsätze in der Königsklasse bestreitet der Weltmeister von 2014 noch im Trikot des FC Schalke 04, der 2007/2008 und 2010/2011 in der Champions League dabei ist. Seit 2011 steht Manuel Neuer beim FC Bayern im Tor. Mit den Münchenern gewinnt er den Wettbewerb zweimal: 2013 im Finale gegen Borussia Dortmund und 2020 gegen Paris St. Germain. (*Stand: 16. April 2026)
Bild: Ulrich Wagner/picture alliance
Lionel Messi - 163 Spiele
Als hängende Spitze hat Barcelonas Superstar Lionel Messi zu Barças Hochzeiten alle Freiheiten - und nutzt sie. Der Argentinier, der ab 2004 17 Jahre lang als Profi für Barcelona spielt, ist vierfacher Champions-League-Sieger (2006, 2009, 2011, 2015). Von 2021 bis 2023 trägt Messi das Trikot von Paris St. Germain. Danach zieht es ihn in die USA zu Inter Miami.
Bild: Sebastian Frej/imago images
Thomas Müller - 163 Spiele
Der Angreifer des FC Bayern macht sein erstes Champions-League-Spiel im März 2009 als 19-Jähriger. Nicht nur bei der Anzahl der absolvierten Einsätze, sondern auch bei den Torjägern rangiert Müller unter den Top-Ten. Gewonnen hat er die Königsklasse mit den Bayern zweimal: 2013 im Finale gegen Dortmund und 2020 gegen PSG. Nach 17 Profijahren bei den Bayern wechselt Müller 2025 nach Vancouver.
Bild: Matthias Schrader/AP Photo/picture alliance
Iker Casillas - 177 Spiele
Der nur 1,82 Meter große Torwart wird bereits als 16-Jähriger in den Profikader von Real Madrid aufgenommen. Zwei Jahre später verdrängt Casillas den deutschen Weltmeister Bodo Illgner als Stammtorhüter. Dreimal gewinnt er mit Real die Champions League (2000, 2002, 2014). 2015 verlässt er seinen Jugendklub im Streit und absolviert seine letzten 27 Auftritte in der Königsklasse für den FC Porto.
Bild: Jürgen Fromme/augenklick/firo Sportphoto/picture alliance
Cristiano Ronaldo - 183 Spiele
Der Portugiese, der im Laufe seiner Karriere mit Manchester United, Real Madrid und Juventus Turin in der Champions League antritt, ist Rekordspieler und Rekordtorschütze der Königsklasse. Ronaldo gewinnt die Champions League erstmals 2008 mit Manchester. Mit Real folgen vier weitere Titel (2014, 2016, 2017, 2018). Seit 2023 verdient Ronaldo in Saudi-Arabien sein Geld.