Der FC Bayern München findet am 4. Spieltag der Champions League auf die Erfolgsspur zurück - dank Jamal Musiala. Auch Borussia Dortmund siegt. Bayer 04 Leverkusen kommt beim FC Liverpool unter die Räder.
Wieder mit dem Kopf - Jamal Musiala, Matchwinner des FC Bayern im Spiel gegen Benfica Bild: Foto Huebner/picture alliance
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"Ich weiß nicht, was gerade mit meinem Kopfball los ist", sagte Jamal Musiala lachend. Der Ball sei jetzt gleich mehrmals gut auf seinen Kopf gefallen. Das Siegtor (67. Minute) zum 1:0 (0:0)-Endstand gegen Benfica Lissabon war Musialas drittes Kopfballtor für den FC Bayern in den vergangenen vier Pflichtspielen. Davor hatte der 21 Jahre alte deutsche Nationalspieler seine Treffer fast ausnahmslos mit dem Fuß erzielt.
Die Münchener waren in der Partie des 4. Spieltags der Champions League gegen den portugiesischen Traditionsklub hoch überlegen, doch mehr Zählbares als Musialas Kopfballtreffer sprang nicht heraus. "Es war wichtig, dass wir die drei Punkte geholt haben", sagte der neue Kopfballspezialist Musiala. "Manchmal reicht ein 1:0." Mit dem zweiten Sieg im vierten Spiel verbesserten sich die Bayern in der Tabelle der Königsklasse auf den 17. Platz unter den 36 teilnehmenden Mannschaften.
Bergamo eine Nummer zu groß für den VfB
Der VfB Stuttgart rangiert nach der 0:2 (0:0)-Heimniederlage gegen den italienischen Verein Atalanta Bergamo auf Position 26. Der Europa-League-Sieger der vergangenen Saison war für den Bundesligisten eine Nummer zu groß. Ademola Lookman (51.) und Nicolo Zaniolo (88.) erzielten die Treffer für die Italiener. Das tut weh, aber wir werden damit umgehen können", sagte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß. "Das sind Erfahrungen, die du auf dem Niveau machst gegen solche Topmannschaften."
Dreierpack von Luis Diaz für Liverpool
Das hätten die Verantwortlichen und Spieler des deutschen Meisters Bayer 04 Leverkusen nach der bitteren 0:4 (0:0)-Pleite am Dienstag beim FC Liverpool sagen können. "Die zweite Halbzeit war im Vergleich zur ersten nicht gut genug", befand Trainer Xabi Alonso. Nachdem die Leverkusener zur Pause noch ein torloses Remis gehalten hatten, war der Bundesligist in der zweiten Halbzeit gegen den Tabellenführer der Premier League regelrecht untergegangen.
Liverpools Luis Diaz (3.v.l.) entschied das Spiel gegen Leverkusen fast im AlleingangBild: Carl Recine/Getty Images
Der überragende Kolumbianer Luis Diaz mit einem Dreierpack (61., 83., 90.+2)und der Niederländer Cody Gakpo (65.) erzielten die Treffer für den Ex-Klub des deutschen Erfolgstrainers Jürgen Klopp. Die Fans der "Reds" hatten ihr Team in der zweiten Hälfte lautstark nach vorne gepeitscht. Seine Mannschaft habe sich von der Atmosphäre beeindrucken lassen, sagte Alonso, der in seiner aktiven Karriere fünf Jahre für Liverpool gespielt hatte. "Die Spieler spüren das."
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RB Leipzig verspielt Führung
Während Leverkusen in der Tabelle 13. ist, steckt RB Leipzig nach der vierten Niederlage im vierten Spiel im Keller fest. Die Leipziger verspielten bei Celtic Glasgow die 1:0-Führung durch Christoph Baumgartner (23.) und verlor am Ende mit 1:3 (1:2). Dem früheren Leipziger Nachwuchsspieler Nicolas Kühn (35., 45.+1) gelang ein Doppelpack, außerdem traf Reo Hatate (72.) für die Schotten. RB-Trainer Marco Rose sprach von einem "Substanzverlust" seiner Mannschaft.
Donyell Malen (r.) gelang in der Schlussphase der Siegtreffer für Borussia DortmjundBild: Stuart Franklin/Getty Images
Borussia Dortmund mühte sich zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den österreichischen Klub Sturm Graz. Matchwinner war der Niederländer Donyell Malen, dem in der 85. Minute der Siegtreffer für den BVB gelang. "Ich bin sehr froh, dass wir klar geblieben sind und das Ding durchgezogen haben", sagte Trainer Nuri Sahin. Dortmund steht in der Tabelle auf dem siebten Rang.
Der 4. Spieltag der Champions League im Überblick:
Mittwoch, 6. November 2024:
Schachtar Donezk - Young Boys Bern 2:1 (2:1)
FC Brügge - Aston Villa 1:0 (0:0)
Bayern München - Benfica Lissabon 1:0 (0:0)
VfB Stuttgart - Atalanta Bergamo 0:2 (0:0)
Sparta Prag - Stade Brest 1:2 (0:1)
Inter Mailand - FC Arsenal 1:0 (1:0)
Paris Saint-Germain - Atletico Madrid 1:2 (1:1)
Roter Stern Belgrad - FC Barcelona 2:5 (1:3)
Feyenoord Rotterdam - Red Bull Salzburg 1:3 (0:1)
Dienstag, 5. November 2024:
PSV Eindhoven - FC Girona 4:0 (2:0)
Slovan Bratislava - Dinamo Zagreb 1:4 (1:2)
Borussia Dortmund - Sturm Graz 1:0 (0:0)
Celtic Glasgow - RB Leipzig 3:1 (2:1)
FC Bologna - AS Monaco 0:1 (0:0)
FC Liverpool - Bayer 04 Leverkusen 4:0 (0:0)
OSC Lille - Juventus Turin 1:1 (1:0)
Real Madrid - AC Mailand 1:3 (1:2)
Sporting Lissabon - Manchester City 4:1 (1:1)
Die Königsklasse des Fußballs ist das Wunschziel aller Profis. Ausnahmefußballer wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Toni Kroos haben den Wettbewerb geprägt. Wer von ihnen stand am häufigsten auf dem Platz?
Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/picture alliance
Robert Lewandowski - 144 Spiele*
Der Torjäger aus Polen ist Champions-League-Sieger (2020) und zweimaliger Weltfußballer (2020+2021). Lewandowski läuft in seiner Karriere für Borussia Dortmund, den FC Bayern und den FC Barcelona in der "Königsklasse" auf - und erzielt für alle drei Klubs regelmäßig Tore. Er gehört daher auch zu den erfolgreichsten Torjägern der Champions League. (*Stand 29. April 2026)
Bild: Norbert Schmidt/picture alliance
Ryan Giggs - 145 Spiele
Wohl kaum ein anderer Spieler ist in der Champions League so oft den linken Flügel entlang gesprintet wie der Waliser. Giggs wird an seinem 17. Geburtstag Profi bei Manchester United und macht 2014 mit 40 sein letztes Spiel für die "Red Devils". Unter Trainer Alex Ferguson gewinnt Giggs mit der Generation um David Beckham insgesamt 36 Titel, darunter zweimal die Champions League (1999, 2008).
Bild: JON SUPER/AP Photo/picture alliance
Toni Kroos - 151 Spiele
Toni Kroos legt eine unglaubliche Karriere in der Champions League hin. 41 Spiele macht er für den FC Bayern, mit dem er 2013 den Titel gewinnt. Nach seinem Wechsel zu Real Madrid dreht Kroos richtig auf und holt mit den "Königlichen" fünf weitere Male den begehrtesten Pokal in Europas Klubfußball (2016, 2017, 2018, 2022, 2024). Bis zu seinem Karriereende 2024 ist er eine Säule der Mannschaft.
Bild: Manuel Reino Berengui/DeFodi Images/picture alliance
Xavi - 151 Spiele
Der Welt- und Europameister ist von 1998 bis 2015 beim FC Barcelona aktiv und bildet dort mit Andrés Iniesta ein kongeniales Mittelfeld-Duo. Xavi ist die zentrale Figur im Tiki-Taka-System Barças. Unter Pep Guardiola gewinnt er die Champions League dreimal (2006, 2009, 2011). 2015 kommt unter Luis Enrique ein weiterer Königsklassen-Titel hinzu.
Bild: Jonathan Brady/dpa/picture alliance
Karim Benzema - 152 Spiele
Der Mittelstürmer spielt für Olympique Lyon und Real Madrid in der Champions League. Nach dem Abgang Cristiano Ronaldos entwickelt sich der Franzose zur zentralen Figur in der Real-Offensive. Benzema ist einer der erfolgreichsten Torschützen des Wettbewerbs und gewinnt die Königsklasse mit Real fünfmal (2014, 2016, 2017, 2018, 2022). 2023 wechselt er nach Saudi-Arabien.
Bild: picture alliance / Newscom
Manuel Neuer - 160 Spiele*
Seine ersten 22 Einsätze in der Königsklasse bestreitet der Weltmeister von 2014 noch im Trikot des FC Schalke 04, der 2007/2008 und 2010/2011 in der Champions League dabei ist. Seit 2011 steht Manuel Neuer beim FC Bayern im Tor. Mit den Münchenern gewinnt er den Wettbewerb zweimal: 2013 im Finale gegen Borussia Dortmund und 2020 gegen Paris St. Germain. (*Stand: 29. April 2026)
Bild: Ulrich Wagner/picture alliance
Lionel Messi - 163 Spiele
Als hängende Spitze hat Barcelonas Superstar Lionel Messi zu Barças Hochzeiten alle Freiheiten - und nutzt sie. Der Argentinier, der ab 2004 17 Jahre lang als Profi für Barcelona spielt, ist vierfacher Champions-League-Sieger (2006, 2009, 2011, 2015). Von 2021 bis 2023 trägt Messi das Trikot von Paris St. Germain. Danach zieht es ihn in die USA zu Inter Miami.
Bild: Sebastian Frej/imago images
Thomas Müller - 163 Spiele
Der Angreifer des FC Bayern macht sein erstes Champions-League-Spiel im März 2009 als 19-Jähriger. Nicht nur bei der Anzahl der absolvierten Einsätze, sondern auch bei den Torjägern rangiert Müller unter den Top-Ten. Gewonnen hat er die Königsklasse mit den Bayern zweimal: 2013 im Finale gegen Dortmund und 2020 gegen PSG. Nach 17 Profijahren bei den Bayern wechselt Müller 2025 nach Vancouver.
Bild: Matthias Schrader/AP Photo/picture alliance
Iker Casillas - 177 Spiele
Der nur 1,82 Meter große Torwart wird bereits als 16-Jähriger in den Profikader von Real Madrid aufgenommen. Zwei Jahre später verdrängt Casillas den deutschen Weltmeister Bodo Illgner als Stammtorhüter. Dreimal gewinnt er mit Real die Champions League (2000, 2002, 2014). 2015 verlässt er seinen Jugendklub im Streit und absolviert seine letzten 27 Auftritte in der Königsklasse für den FC Porto.
Bild: Jürgen Fromme/augenklick/firo Sportphoto/picture alliance
Cristiano Ronaldo - 183 Spiele
Der Portugiese, der im Laufe seiner Karriere mit Manchester United, Real Madrid und Juventus Turin in der Champions League antritt, ist Rekordspieler und Rekordtorschütze der Königsklasse. Ronaldo gewinnt die Champions League erstmals 2008 mit Manchester. Mit Real folgen vier weitere Titel (2014, 2016, 2017, 2018). Seit 2023 verdient Ronaldo in Saudi-Arabien sein Geld.