Die Auslosung der Champions League beschert dem FC Bayern, Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen in der Ligaphase internationale Topklubs als Gegner. Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus.
Gespannte Erwartung bei den Verantwortlichen der qualifizierten Klubs vor der Auslosung in MonacoBild: Laurent Cipriani/AP Photo/dpa/picture alliance
Anzeige
"Der FC Bayern unter anderem gegen Paris, Chelsea und Arsenal - da steckt viel drin, das sind echte Highlights für jeden Fan", meinte Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl nach der Auslosung der Vorrunde der Champions League. "Solche Begegnungen haben alles, was Fußball ausmacht."
Neben den drei Hochkarätern bescherte die computergesteuerte Auslosung, die am Donnerstagabend in Monaco stattfand, den Münchenern Sporting Lissabon aus Portugal, PSV Eindhoven aus den Niederlanden, den belgischen Klub Royale Union St. Gilloise und Paphos FC aus Zypern als Gegner.
"Wir freuen uns sehr auf diese Herausforderungen und werden in jedem Spiel alles abrufen, um unsere Ziele zu erreichen", sagte Eberl.
Fast nur Highlights für den BVB
Auch bei Borussia Dortmund war man glücklich, trotz der schwierigen Aufgaben, die in den acht Vorrundenspielen anstehen.
"ManCity, Inter, Juventus, Tottenham - das ist Champions League. Davon träumst du als kleines Kind", freute sich Dortmunds Sport-Geschäftsführer Lars Ricken. "Und wir treten natürlich an, um die nächste Runde zu erreichen. Gerade auswärts werden unsere Duelle sehr herausfordernd sein."
Der BVB bekommt es außerdem mit Villarreal CF und Athletic Bilbao aus Spanien, dem norwegischen Meister Bodø/Glimt und dem FC Kopenhagen aus Dänemark zu tun.
Anzeige
Harte Lose für Eintracht Frankfurt
Eine Mischung aus Vorfreude und Stirnrunzeln löste das Ergebnis der Auslosung bei Eintracht Frankfurt aus.
"Wir wollten Champions League, wir haben Champions League bekommen. Das haben wir uns hart verdient. Nichtsdestotrotz sind es sicher nicht die einfachsten Namen gewesen aus den jeweiligen Töpfen", sagte Timmo Hardung nachdem feststand, dass mit dem FC Liverpool, dem FC Barcelona, Atletico Madrid, Tottenham Hotspur und dem SSC Neapel fast nur europäische Topklubs zu den Gegnern gehören.
Mit dem FC Liverpool kehrt auch Hugo Etikite nach Frankfurt zurück, der bis zum Sommer Eintracht-Stürmer warBild: Jon Super/AP Photo/picture alliance
Außerdem geht es gegen den italienischen Verein Atalanta Bergamo, Galatasaray Istanbul aus der Türkei und Qarabag Agdam aus Aserbaidschan.
Achtelfinale als realistisches Ziel für Leverkusen
Machbar scheinen dagegen die Aufgaben, vor denen Bayer Leverkusen steht, auch wenn Titelverteidiger Paris St. Germain und Englands Topverein Manchester City dazugehören.
"Wir haben für die Ligaphase tolle Gegner zugelost bekommen und wollen ganz Europa wie im vergangenen Jahr zeigen, welche Qualität Bayer 04 Leverkusen hat und dass mit uns zu rechnen ist", sagte Leverkusens Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes. "Mit PSG und Manchester City haben wir natürlich zwei ganz große Kaliber des Weltfußballs vor der Brust. Das Ziel ist klar: Das Erreichen des Achtelfinals."
Leverkusen trifft auf die PSV Eindhoven, die von Ex-Bayer-Coach Peter Bosz trainiert wirdBild: Thomas Bakker/PRO SHOTS/picture alliance
Ebenfalls anspruchsvoll ist das Duell mit Newcastle United aus der englischen Premier League. Außerdem tritt die Werkself gegen Benfica Lissabon aus Portugal, Villarreal, Eindhoven, Olympiakos Piräus aus Griechenland und Kopenhagen an.
Bewährtes System mit 36 Teams in einer Liga
Wie bei der erfolgreichen Premiere in der Vorsaison ersetzt in der Vorrunde der Champions League 2025/26 die sogenannte Ligaphase die klassische Gruppenphase. Statt in Vierergruppen spielen alle 36 Teams in einer gemeinsamen Liga, wobei jedes Team acht Spiele gegen acht unterschiedliche Gegner bestreitet - jeweils mit vier Heim- und vier Auswärtsspielen. Die Ligaphase beginnt Mitte September und endet Ende Januar.
Die besten acht Teams qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale. Die Mannschaften auf den Plätzen 9 bis 24 spielen in einer Play-off-Runde im Februar um die verbleibenden acht Plätze im Achtelfinale. Das Endspiel findet am 30. Mai 2026 in der Puskas Arena in Ungarns Hauptstadt Budapest statt.
Die Rekordspieler der Champions League
Die Königsklasse des Fußballs ist das Wunschziel aller Profis. Ausnahmefußballer wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Toni Kroos haben den Wettbewerb geprägt. Wer von ihnen stand am häufigsten auf dem Platz?
Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/picture alliance
Luka Modric - 142 Spiele*
Sechsmal darf der Mittelfeldregisseur von Real Madrid den Siegerpokal der Champions League in die Höhe stemmen. 2014, 2016, 2017, 2018, 2022 und 2024 gewinnt Modric den Wettbewerb mit den "Königlichen". Real ist aber nicht der einzige Verein, für den Modric in der Königsklasse aufläuft. Seine ersten acht Auftritte hat der Kroate im Trikot von Tottenham Hotspur. (*Stand: 29. April 2025)
Bild: Robert Michael/dpa/picture alliance
Sergio Ramos - 142 Spiele
Der Spanier absolviert den Großteil seiner Einsätze in der Königsklasse zwischen 2005 und 2021 für Real Madrid. Mit den "Königlichen" gewinnt er 2014, 2016, 2017 und 2018 den Titel. Von 2021 bis 2023 spielt Ramos bei Paris St. Germain und wechselt dann zurück zu seinem Jugendverein FC Sevilla, mit dem er ebenfalls Einsätze in der Champions League sammelt. Seit 2025 spielt er in Mexiko.
Bild: picture alliance/AFP7
Raúl - 142 Spiele
Von 1994 bis 2010 läuft Raúl für seinen Jugendklub Real Madrid in der Champions League auf. Dreimal gewinnt er den Wettbewerb mit den "Königlichen" (1998, 2000, 2002). Nach seiner langen Zeit bei den Madrilenen wechselt der Spanier im Herbst seiner Karriere zu Schalke 04 in die Bundesliga. Auch für die Königsblauen spielt er in der Saison 2010/2011 einige Male in der Königsklasse.
Bild: Daniel Ochoa de Olza/AP/picture alliance
Ryan Giggs - 145 Spiele
Wohl kaum ein anderer Spieler ist in der Champions League so oft den linken Flügel entlang gesprintet wie der Waliser. Giggs wird an seinem 17. Geburtstag Profi bei Manchester United und macht 2014 mit 40 sein letztes Spiel für die "Red Devils". Unter Trainer Alex Ferguson gewinnt Giggs mit der Generation um David Beckham insgesamt 36 Titel, darunter zweimal die Champions League (1999, 2008).
Bild: JON SUPER/AP Photo/picture alliance
Manuel Neuer - 150 Spiele*
Seine ersten 22 Einsätze in der Königsklasse bestreitet der Weltmeister von 2014 noch im Trikot des FC Schalke 04, der 2007/2008 und 2010/2011 in der Champions League dabei ist. Seit 2011 steht Manuel Neuer beim FC Bayern im Tor. Mit den Münchenern gewinnt er den Wettbewerb zweimal: 2013 im Finale gegen Borussia Dortmund und 2020 gegen Paris St. Germain. (*Stand: 29. April 2025)
Bild: Ulrich Wagner/picture alliance
Toni Kroos - 151 Spiele
Toni Kroos legt eine unglaubliche Karriere in der Champions League hin. 41 Spiele macht er für den FC Bayern, mit dem er 2013 den Titel gewinnt. Nach seinem Wechsel zu Real Madrid dreht Kroos richtig auf und holt mit den "Königlichen" fünf weitere Male den begehrtesten Pokal in Europas Klubfußball (2016, 2017, 2018, 2022, 2024). Bis zu seinem Karriereende 2024 ist er eine Säule der Mannschaft.
Bild: Manuel Reino Berengui/DeFodi Images/picture alliance
Xavi - 151 Spiele
Der Welt- und Europameister ist von 1998 bis 2015 beim FC Barcelona aktiv und bildet dort mit Andrés Iniesta ein kongeniales Mittelfeld-Duo. Xavi ist die zentrale Figur im Tiki-Taka-System Barças. Unter Pep Guardiola gewinnt er die Champions League dreimal (2006, 2009, 2011). 2015 kommt unter Luis Enrique ein weiterer Königsklassen-Titel hinzu.
Bild: Jonathan Brady/dpa/picture alliance
Karim Benzema - 152 Spiele
Der Mittelstürmer spielt für Olympique Lyon und Real Madrid in der Champions League. Nach dem Abgang Cristiano Ronaldos entwickelt sich der Franzose zur zentralen Figur in der Real-Offensive. Benzema ist einer der erfolgreichsten Torschützen des Wettbewerbs und gewinnt die Königsklasse mit Real fünfmal (2014, 2016, 2017, 2018, 2022). 2023 wechselt er nach Saudi-Arabien.
Bild: picture alliance / Newscom
Lionel Messi - 163 Spiele
Als hängende Spitze hat Barcelonas Superstar Lionel Messi zu Barças Hochzeiten alle Freiheiten - und nutzt sie. Der Argentinier, der ab 2004 17 Jahre lang als Profi für Barcelona spielt, ist vierfacher Champions-League-Sieger (2006, 2009, 2011, 2015). Von 2021 bis 2023 trägt Messi das Trikot von Paris St. Germain. Danach zieht es ihn in die USA zu Inter Miami.
Bild: Sebastian Frej/imago images
Thomas Müller - 163 Spiele*
Der Angreifer des FC Bayern macht sein erstes Champions-League-Spiel im März 2009 als 19-Jähriger. Nicht nur bei der Anzahl der absolvierten Einsätze, sondern auch bei den Torjägern rangiert Müller unter den Top-Ten. Gewonnen hat er die Königsklasse mit den Bayern zweimal: 2013 im Finale gegen Dortmund und 2020 gegen PSG. (*Stand: 29. April 2025)
Bild: Matthias Schrader/AP Photo/picture alliance
Iker Casillas - 177 Spiele
Der nur 1,82 Meter große Torwart wird bereits als 16-Jähriger in den Profikader von Real Madrid aufgenommen. Zwei Jahre später verdrängt Casillas den deutschen Weltmeister Bodo Illgner als Stammtorhüter. Dreimal gewinnt er mit Real die Champions League (2000, 2002, 2014). 2015 verlässt er seinen Jugendklub im Streit und absolviert seine letzten 27 Auftritte in der Königsklasse für den FC Porto.
Bild: Jürgen Fromme/augenklick/firo Sportphoto/picture alliance
Cristiano Ronaldo - 183 Spiele
Der Portugiese, der im Laufe seiner Karriere mit Manchester United, Real Madrid und Juventus Turin in der Champions League antritt, ist Rekordspieler und Rekordtorschütze der Königsklasse. Ronaldo gewinnt die Champions League erstmals 2008 mit Manchester. Mit Real folgen vier weitere Titel (2014, 2016, 2017, 2018). Seit 2023 verdient Ronaldo in Saudi-Arabien sein Geld.