Chef der NATO-Balkantruppe in der Republika Srpska
28. Januar 2002Sarajevo, 24.1.2002, FENA, bosn., aus Banja Luka
Der Chef der NATO-Balkantruppe und Sonderberater des NATO-Generalsekretärs, Robert Serry, hat heute Abend (24.1.) in Banja Luka erklärt, die Streitkräfte der bosnisch-herzegowinischen Entität könnten auf diesem Niveau nicht aufrechterhalten werden und vorrangig wäre ihre Umstrukturierung. Die NATO möchte ferner sehen, dass die Armeen der Entitäten auf Staatsebene gestärkt und koordiniert werden. "Es ist nicht weiter hinzunehmen, dass die NATO bei den Verhandlungen um die Partnerschaft für den Frieden Kontakt mit zwei Entitäten in einem Staat aufnimmt. Wir haben uns jedoch darauf geeinigt, dass dieser Prozess im Interesse Bosnien-Herzegowinas und unter Achtung des Dayton-Abkommens schrittweise vollzogen wird", sagte Serry nach dem Treffen mit den höchsten Vertretern der Republika Srpska, des Verteidigungsministerium und der Armee der Republika Srpska.
Serry sagte, die Streitkräfte Bosnien-Herzegowinas müssten verringert, modernisiert und demokratisch kontrolliert werden. Sie sollten sich nicht gegenseitig bedrohen, sondern mit einem gemeinsamen Ziel für Bosnien-Herzegowina arbeiten. (...)
Der Präsident der Republika Srpska, Mirko Sarovic, lobte die Anstrengungen der NATO-Delegation, in der Absicht Bosnien-Herzegowina beim Beitritt zur Partnerschaft für den Frieden behilflich zu sein, damit Bosnien-Herzegowina und die Region sicher würden und damit das Vertrauen zwischen den beteiligten Seiten in Bosnien-Herzegowina gefördert und verstärkt würde. (...) Dem NATO-Generalsekretär könne ausgerichtet werden, dass die Republika Srpska für den Fortschritt bereit sei. Dazu zählten Transparenz bei den Haushaltsbewegungen, äußere Unterstützung und Transparenz bei der folgenden Umstrukturierung der Streitkräfte. (md)