1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

China erhöht Druck auf Kritiker

19. August 2009

In Peking wurde offiziell Anklage erhoben gegen den Präsidenten des unabhängigen chinesischen PEN Liu Xiaobo. +++Die Erwartungen junger Afghanen vor der Wahl+++Die Rolle der Frauen in der afghanischen Politik

Liu Xiaobo(49), ehemaliger Philosophieprofessor an der Universität Peking hat ein Ziel: Die chinesische Presse muss ein Gegengewicht zu der Allmacht der chinesischen Kommunistischen Partei werden. Deshalb kämpft er ohne Unterlass für die Freiheit der Presse und für die Freilassung inhaftierter Journalisten und Dissidenten. Er veröffentlicht seine Aufrufe im Internet, in Zeitungen aus Hong Kong und in der chinesischen Diaspora. Dabei setzt Liu immer wieder seine Freiheit aufs Spiel.
Liu XiaoboBild: Reporter ohne Grenzen

In Deutschland haben vor kurzem mehr als 200 Künstler, Schriftsteller und Prominente Horst Köhler, Angela Merkel und Bundestagspräsident Norbert Lammert aufgefordert, die chinesische Regierung zur Freilassung von Liu Xiaobo zu drängen. Der Präsident des unabhängigen chinesischen PEN war am 9. Dezember 2008 festgenommen worden, einen Tag vor dem Internationalen Tag der Menschenrechte! Für viele Bürgerrechtler ist der gewählte Zeitpunkt ein weiteres Indiz dafür, dass sich China bei der Verfolgung von Regimekritikern immer weniger um die Meinung der internationalen Gemeinschaft schert. Und jetzt wurde der international bekannte Künstler Ai Weiwei verprügelt, weil er den Prozess gegen den Dissidenten Tang Zuoren in Chengdu in der Provinz Sichuan im Gerichtssaal mit verfolgen wollte.

Bild: AP

Afghanistans Jugend zwischen Hoffen und Bangen

Sie kennen nichts anderes als Krieg und Gewalt, politische Instabilität und eine marode Wirtschaft: Viele junge Menschen in Afghanistan sehnen sich deshalb umso mehr nach einem Neuanfang für ihr Land. Ihre Erwartungen an die Präsidentschaftswahlen an diesem Donnerstag schwanken zwischen Hoffen und Bangen, wenn sie an die Zukunft denken. Denn die meisten jungen Afghanen sind von den herrschenden Politikern tief enttäuscht.

Frauen in der afghanischen Politik
Bild: picture-alliance/ dpa

Welche Rolle Frauen bei den Wahlen spielen und welches Gewicht sie in der Politik Afghanistans überhaupt haben, darüber spricht die Politologin Andrea Fleschenberg, Autorin einer Untersuchung über die politische Partizipation von Frauen in Afghanistan. Sie meint, seit dem Sturz der Taliban habe sich die Lage der Frauen zwar verbessert, doch es liegt nach wie vor einiges im argen.

Redaktion: Thomas Latschan und Thomas Kohlmann

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen
Den nächsten Abschnitt Top-Thema überspringen

Top-Thema

Den nächsten Abschnitt Weitere Themen überspringen