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KonflikteChina

China: Pakistan muss Vermittlung im Iran-Krieg intensivieren

Veröffentlicht 13. Mai 2026Zuletzt aktualisiert 13. Mai 2026

Kurz vor dem Besuch von US-Präsident Trump in China nimmt Pekings Führung Pakistan in die Pflicht. Insbesondere die von Iran abgeriegelte Straße von Hormus bereitet den Chinesen Sorgen.

Oman Musandam 2026 | Schiffe ankern in der Straße von Hormus
Kein Weiterkommen derzeit - Handelsschiffe ankern vor Omans Küste in der Straße von HormusBild: REUTERS

Die Volksrepublik China ist auf Erdölimporte aus Nahost-Ländern wie Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) angewiesen. Insgesamt kommt etwa die Hälfte der chinesischen Ölimporte aus den Golfstaaten. Die weitgehende Abriegelung der strategisch wichtigen Straße von Hormus und die damit verbundene Unterbrechung der Lieferketten sorgt in Peking für Unruhe.

Chinas Außenminister Wang Yi rief nun Pakistan, das in dem Krieg als maßgeblicher Vermittler zwischen den USA und Iran fungiert, zu noch stärkeren Anstrengungen auf. Islamabad solle Fragen im Zusammenhang mit einer möglichen Öffnung der Straße von Hormus "angemessen" behandeln, erklärte der Außenminister laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

China versichert Pakistan seine Unterstützung

In einem Telefonat mit dem pakistanischen Vizepremierminister und Außenminister Muhammad Ishaq Dar versicherte Wang, China werde Pakistan hierbei weiter unterstützen und "einen Beitrag zu diesem Ziel leisten".

Am 6. Mai empfing Chinas Außenminister Wang Yi (r.) seinen iranischen Kollegen Abbas Araghchi in Peking zu Gesprächen über eine mögliche FriedenslösungBild: Iranian Foreign Minister/Telegram/AP Photo/picture alliance

Chinas Außenminister äußerte die Hoffnung, dass Pakistan dazu beitragen werde, den Frieden in der Region bald wiederherzustellen. Das sei auch das Bestreben der internationalen Gemeinschaft. Die Volksrepublik befürwortet eine dauerhafte Friedenslösung mit Iran.

Die Staatsführung in Teheran hatte die Straße von Hormus nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf Ziele in Iran Ende Februar weitgehend abriegeln lassen. Durch sie exportieren die Golfanrainerstaaten in Friedenszeiten etwa ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Flüssiggasmengen. Die US-Kriegsmarine wiederum blockiert die iranischen Häfen, um Ausfuhren aus Iran zu verhindern.

Trump erwartet "langes Gespräch" mit Xi über Iran-Krieg

Am Mittwochabend (Ortszeit) traf Donald Trump in Peking ein, wie chinesische Staatsmedien bestätigten. Ein wichtiges Thema der politischen Gespräche: der Iran-Krieg. Er erwarte dazu "ein langes Gespräch" mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, sagte Trump kurz vor seinem Abflug von der Luftwaffenbasis Joint Base Andrews nahe der US-Hauptstadt Washington.

Donald Trump geht an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One für seinen Flug nach Peking Bild: Evan Vucci/REUTERS

Die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen hatten zuletzt einen herben Dämpfer erlitten. Trump wies die Antwort Teherans zur Beendigung des Kriegs als "Müll" zurück. Er warnte, die seit dem 8. April geltende Waffenruhe werde nur noch künstlich am Leben gehalten.

Iran drängt unter anderem auf ein Ende der Kämpfe an allen Fronten - einschließlich des Libanons, wo der US-Verbündete Israel gegen die von Teheran unterstützte Hisbollah-Miliz vorgeht. Diese wird von vielen Staaten als Terrororganisation gelistet.

Iran will Macht über Straße von Hormus

Zudem pocht Iran auf die Souveränität über die Straße von Hormus, verlangt ein Ende der US-Seeblockade und Reparationen für Kriegsschäden.

Gleichzeitig droht das Mullahregime in Teheran, bei einem erneuten Angriff sein Uran auf einen atomwaffentauglichen Reinheitsgrad anzureichern. "Eine der Optionen Irans im Falle eines weiteren Angriffs könnte die Anreichung von Uran auf 90 Prozent sein", schreibt der Abgeordnete Ebrahim Resaei, Vorsitzender des parlamentarischen Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik, im Onlinedienst X.

se/pgr (afp, rtr, dpa, xinhua)

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