1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
Terrorismus

Chronologie: Terror in Europa

17. August 2017

Paris, Brüssel, Nizza, Berlin, Manchester - nun Barcelona. Europäische Metropolen sind in den vergangenen Jahren ins Visier von Terroristen gerückt und das mit zunehmender Häufigkeit. Ein Rückblick.

Britannien London - Terroranschlag
Forensiker am Tag nach dem Anschlag in London am Borough MarketBild: Getty Images/AFP/N. Halle'n

August 2017, Barcelona

Auf dem bei Touristen beliebten Boulevard Las Ramblas rast ein Fahrzeug in eine Menschenmenge. Mindestens 12 Menschen sterben, mehr als 80 werden verletzt. Die IS-Terrormiliz bekennt sich über ihr Sprachrohr "Amak" zu dem Terroranschlag. Nur wenige Stunden später wollen Terroristen wohl auch im rund 100 Kilometer entfernten Küstenort Cambrils ein Blutbad anrichten. Die Polizei erschießt fünf Verdächtige und nimmt zwei Personen fest.

Juni 2017, London

Ein Lieferwagen steuert nach Polizeiangaben am späten Abend auf der London Bridge in eine Gruppe Fußgänger. Der Wagen fährt dann weiter zum Ausgehviertel Borough Market. Dort attackieren die drei Täter Menschen mit Messern. Insgesamt sterben sieben Menschen - dutzende werden verletzt. Der "Islamische Staat" bekennt sich zu dem Anschlag.

Mai 2017, Manchester

Nach einem Popkonzert der US-amerikanischen Sängerin Ariana Grande sprengt sich der polizeibekannte Salman Abedi in die Luft. Er tötet 23 Menschen und verletzt knapp 120. Viele der Toten sind Kinder - das jüngste ist acht Jahre alt. Es ist der schwerste Anschlag in Großbritannien seit 2005.

Schweigeminute für die Opfer von ManchesterBild: Reuters/D. Staples

April 2017, Paris

Ein Mann eröffnet das Feuer auf einen Polizeibus. Die Tat ereignet sich abends auf der Pariser Prachtstraße Champs-Élysées. Der Fahrer des Busses kommt bei dem Anschlag ums Leben, drei Passanten werden verletzt. Der Attentäter wird von einer Polizeistreife erschossen. Untersuchungsbehörden sprechen von einem islamistischen Motiv.

April 2017, Stockholm

Ein gekaperter Lastwagen rast in einer Einkaufsstraße der schwedischen Hauptstadt erst in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus. Fünf Menschen werden getötet, 15 verletzt. Noch am selben Tag nimmt die Polizei einen 39-jährigen Usbeken unter Terrorverdacht fest.

März 2017, London

Ein Attentäter steuert ein Auto absichtlich in Fußgänger auf einer Brücke im Zentrum Londons und ersticht anschließend einen Polizisten. Von den Opfern auf der Brücke erliegen vier ihren Verletzungen. Britische Sicherheitskräfte erschießen den Täter.

Dezember 2016, Berlin

Kurz vor Weihnachten wird die deutsche Hauptstadt zum Ziel eines Terroranschlags. Zwölf Menschen kommen um, als ein Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) einen gekaperten Lkw in einen Weihnachtsmarkt steuert. Wenige Tage später wird der 24 Jahre alte Tunesier bei einer Polizeikontrolle nahe Mailand erschossen.

Spurensicherung nach dem Terroranschlag in Berlin Bild: picture-alliance/dpa/P. Zinken

Juli 2016, Nizza

Ein Attentäter rast mit einem Lastwagen auf dem Strandboulevard der französischen Hafenstadt in eine Menschenmenge. 86 Menschen sterben, mehr als 400 werden verletzt. Der IS ist nach Angaben seines Verlautbarungsorgans "Amak" für den Anschlag verantwortlich.

März 2016, Brüssel

Mit mehreren Bomben töten islamistische Attentäter am Flughafen der belgischen Hauptstadt und in einer Metrostation 32 Menschen.

Januar 2016, Istanbul

Im historischen Zentrum der türkischen Millionenmetropole zündet ein Selbstmordattentäter des IS mitten in einer Reisegruppe eine Bombe und reißt zwölf Deutsche mit in den Tod.

November 2015, Paris

Bei einer koordinierten Anschlagsserie am Stade de France, mehreren Restaurants und dem Musikklub "Bataclan" töten IS-Anhänger 130 Menschen, Hunderte werden verletzt.

Trauer nach den Terroranschlägen in ParisBild: Reuters/C. Hartmann

Februar 2015, Kopenhagen

Ein arabischstämmiger 22-Jähriger feuert in der Hauptstadt Dänemarks auf ein Kulturcafé, ein Mann stirbt. Vor einer Synagoge erschießt der Attentäter einen Wachmann, bevor ihn Polizeikugeln tödlich treffen.

Januar 2015, Paris

Bei einem Attentat auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" und einen koscheren Supermarkt sterben 17 Menschen. Die beiden Täter kommen später bei einer Polizeiaktion ums Leben. Zu dem Anschlag bekennt sich die Terrororganisation Al Kaida.

Mai 2014, Brüssel

Im Jüdischen Museum erschießt ein französischer Islamist vier Menschen. Kurz darauf wird er festgenommen. Als selbst ernannter "Gotteskrieger" hatte er zuvor in Syrien gekämpft.

Juli 2005, London

Vier Muslime mit britischem Pass zünden in der U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen sterben, etwa 700 werden verletzt.

März 2004, Madrid

Bei islamistisch motivierten Bombenanschlägen auf Pendlerzüge sterben in der spanischen Hauptstadt 191 Menschen, rund 1500 werden verletzt.

mb/wa/nm/se (dpa)

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen