Computer verkaufen sich wieder etwas besser
12. April 2012
Vor allem die Europäer haben wieder mehr Geld für Computer ausgegeben, während sich die US-Amerikaner eher zurückhielten. Die PC-Auslieferungen in der Region Europa, Naher Osten und Afrika stiegen nach Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner um 6,7 Prozent auf 28,2 Millionen Stück. Die Firmenkunden hätten mehr neue Rechner gekauft als erwartet, erklärte Gartner am Mittwoch, dagegen sei die Nachfrage der Endkunden von Land zu Land sehr unterschiedlich gewesen.
Das weltweite Plus von 1,9 Prozent war zwar ein stärkerer Zuwachs als Gartner ursprünglich erwartet hatte, jedoch im historischen Vergleich ein eher schwaches Wachstum. Vor allem Privatkunden greifen mittlerweile vielfach zu einem Tablet-Computer wie dem Apple iPad oder sie benutzen ihr Smartphone, um ins Internet zu gehen. In den USA, wo Apple besonders stark ist, fielen die PC-Auslieferungen um 3,5 Prozent.
Hewlett-Packard bleibt Weltmarktführer
Weltgrößter PC-Hersteller ist und bleibt Hewlett-Packard - trotz aller Querelen im Management und der zwischenzeitlich angedachten Abspaltung der PC-Sparte. HP konnte seinen Marktanteil sogar leicht steigern von 16,9 auf 17,2 Prozent. Ein massives Wachstum verzeichnete die chinesische Lenovo, deren Marktanteil von 10,4 auf 13,1 Prozent zulegte. Dagegen verlor die ehemalige Nummer zwei Dell weiter an Gewicht und kam zuletzt noch auf einen Marktanteil von 11,0 Prozent.
Apple verkaufte trotz kontinuierlicher Zuwächse nicht genug seiner Mac-Computer, um weltweit unter die fünf größten Hersteller zu kommen. Der Anbieter von iMac und MacBook dürfte aber nicht weit hinter den 6,0 Prozent Marktanteil von Asus zurückliegen. In den USA ist Apple die Nummer drei und konnte den Marktanteil von 9,8 auf 10,6 Prozent ausbauen. HP führt in Amerika noch klarer mit 29 Prozent vor Dell mit 22,3 Prozent.
pb/nis (dpa / afp)