1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
PolitikGlobal

News kompakt: UN-Chef Guterres spricht von bitterer Wahrheit

7. November 2025

UN-Generalsekretär Guterres ruft dazu auf, keine neuen Kohlekraftwerke sowie Öl- und Gasprojekte mehr zu genehmigen. Die Sanktionen gegen Syriens Übergangspräsident al-Scharaa sind aufgehoben. Das Wichtigste in Kürze.

UN-Generalsekretär Guterres spricht bei der COP30 in Belém
UN-Generalsekretär Guterres: "Die Lage ist extrem ernst"Bild: Eraldo Peres/AP Photo/dpa/picture alliance

Zum Auftakt der internationalen Klimakonferenz in Belém sind Staats- und Regierungschefs aus aller Welt in der Amazonas-Stadt in Brasilien zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres redete den Anwesenden ins Gewissen und forderte eine radikale Kurskorrektur im Kampf gegen die Erderwärmung. "Die bittere Wahrheit ist, dass wir es nicht geschafft haben, unter 1,5 Grad zu bleiben", sagte Guterres. Die Welt steuere auf eine Erwärmung von weit über zwei Grad Celsius zu und der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase steige weiter, beklagte er in Belém.

Am Montag beginnt die Weltklimakonferenz ganz offiziell: Zehntausende Teilnehmer aus 200 Staaten werden in Belém erwartet Bild: Eraldo Peres/AP Photo/picture alliance

An diesem Freitag stößt auch Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz zur Gipfelrunde in Brasilien. Geplant ist nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen auch ein Treffen mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, der den Startschuss für einen neuen milliardenschweren Fonds zum Schutz der Tropenwälder gegeben hat. 

UN-Sicherheitsrat hebt Sanktionen gegen  Übergangspräsident al-Scharaa auf

Es ist ein weiterer Schritt zur internationalen Anerkennung des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. Kurz vor seinem Besuch bei US-Präsident Donald Trump in Washington hat der UN-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen al-Scharaa und Syriens Innenminister Anas Hasan Khattab aufgehoben. Eine entsprechende Resolution der USA wurde in New York mit 14 Stimmen angenommen, China enthielt sich.

Syriens Machthaber Ahmed al-Scharaa - am Montag ist er Gast im Weißen Haus in Washington Bild: Moawia Atrash/dpa/picture alliance

Die beiden Politiker standen bislang wegen früherer Verbindungen zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) und zum Terrornetzwerk Al-Kaida auf der internationalen Sanktionsliste des UN-Rates. Die US-Delegation wertete das Votum als Signal für einen politischen Neuanfang in Syrien, ein Jahr nach dem Sturz von Ex-Machthaber Baschar al-Assad.

Mutmaßliche Hamas-Waffen in Wien sichergestellt

Sicherheitsbehörden in Österreichs Hauptstadt Wien haben ein Waffenversteck mit Bezug zur palästinensischen Terrororganisation Hamas ausgehoben. Nach Angaben der Ermittler wurden in einem Lagerraum fünf Faustfeuerwaffen und zehn dazugehörige Munitionsmagazine sichergestellt. Im Zusammenhang mit dem Fund sei in London ein 39-jähriger britischer Staatsbürger festgenommen worden.

Nach Angaben der deutschen Bundesanwaltschaft in Karlsruhe besteht der Verdacht, dass die Waffen von einem der drei mutmaßlichen Hamas-Mitglieder stammen, die Anfang Oktober in Berlin gefasst wurden. Den Ermittlungen zufolge sollten die Waffen für mögliche Anschläge auf jüdische oder israelische Einrichtungen in Europa bereitgehalten werden.

Deutschland unterstützt Belgien bei Drohnen-Abwehr

Nachdem unbekannte Drohnen in den vergangenen Tagen in Belgien immer wieder auch den Flugbetrieb behindert hatten, hilft Deutschland jetzt dem Nachbarland. Auf Antrag der Regierung in Brüssel unterstützt die Bundeswehr Belgien mit Technologien wie Radar, Funkfrequenz-Sensoren und anderen Komponenten zur Drohnenabwehr, wie das deutsche Verteidigungsministerium mitteilte.

Airport Brüssel: Am Dienstagabend, am Mittwochvormittag und am Donnerstagabend gab es zeitweise keinen Flugverkehr Bild: Emile Windal/Belga/IMAGO

Am internationalen Airport von Brüssel musste der Flugverkehr am Donnerstagabend wegen einer erneuten Drohnensichtung vorübergehend eingestellt werden. Bereits am Dienstagabend und am Mittwochvormittag war dort der Betrieb nach der Sichtung unbemannter Flugkörper für einige Zeit unterbrochen worden. Auch der Flughafen Lüttich war betroffen.

Orbán bemüht sich bei Trump um Sanktionsausnahmen

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán wird an diesem Freitag im Weißen Haus in Washington erwartet. Er will mit US-Präsident Donald Trump über Öl- und Gas-Importe aus Russland sprechen. Trotz der Sanktionen des Westens gegen Russland erhofft sich Orbán, den Handel mit russischen Energie-Unternehmen fortsetzen zu können.

Ungarns Regierungschef Viktor Orbán strebt mal wieder eine Sonderlösung an Bild: Thomas Traasdahl/Ritzau Scanpix/REUTERS

Ungarn sei abhängig von Pipeline-Lieferungen russischer Konzerne wie Rosneft und Lukoil, erläuterte der Regierungschef vor der Reise. Die USA pochen darauf, dass europäische Länder künftig ganz auf russisches Erdöl verzichten. Damit will die Trump-Regierung Einnahmen stoppen, mit denen Russland den Krieg gegen die Ukraine finanziert.

Heftiger Taifun wütet in Vietnam

Der Taifun "Kalmaegi" ist von den Philippinen nach Vietnam weitergezogen - und hat auch dort schwere Schäden angerichtet. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu knapp 150 Stundenkilometern und noch stärkeren Böen traf er auf die zentralvietnamesische Küste, wie das Umweltministerium mitteilte. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben. Etwa 2800 Häuser seien beschädigt, teilten die Behörden mit. Es kam zu weitflächigen Stromausfällen, Bäume wurden entwurzelt.

Der Taifun "Kalmaegi" trieb gewaltige Wellen vor sich her, bevor er Vietnams Küste erreichte Bild: Nhac Nguyen/AFP

Mehr als eine halbe Million Menschen waren vor Ankunft des Taifuns vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Besonders schwer betroffen war die südliche Küstenregion Binh Dinh. Erst vor wenigen Tagen hatte es in Vietnam Rekordregenfälle und Überschwemmungen gegeben. 47 Menschen kamen dabei ums Leben.

se/AR/pgr (dpa, rtr, afp, ap, kna)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

Den nächsten Abschnitt Top-Thema überspringen

Top-Thema

Den nächsten Abschnitt Weitere Themen überspringen