News kompakt: Weltklimakonferenz wird nach Brand fortgesetzt
21. November 2025
Nach einem Feuer bei der COP30 in Brasilien ist das Konferenzgelände in Belém wieder freigegeben. Die Verhandlungen auf der Weltklimakonferenz können weitergehen. Am Donnerstagnachmittag war auf dem Veranstaltungsgelände im Bereich der Länderpavillons ein Feuer ausgebrochen. Die genaue Ursache ist noch unklar.
Das gesamte Gelände wurde evakuiert und durfte bis zum späten Abend nicht betreten werden. Schwere Verletzungen gab es den Organisatoren zufolge keine. Nach Angaben der Rettungskräfte mussten 19 Menschen behandelt werden, weil sie Rauch eingeatmet hatten.
Das Treffen soll offiziell an diesem Freitag zu Ende gehen. Eine Verlängerung gilt aber als wahrscheinlich. Das UN-Klimasekretariat appelliert an die Delegierten, in einem "Geist der Solidarität" zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen.
Trump-Administration bezeichnet umstrittenen Ukraine-Friedensplan als "gut"
Das Weiße Haus in Washington hat den am Mittwoch bekanntgewordenen 28-Punkte-Plan für einen Frieden in der Ukraine verteidigt. Es sei ein "guter Plan, sowohl für Russland als auch für die Ukraine", sagte Karoline Leavitt, die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump. Der mit Russland ausgehandelte Plan werde von Trump unterstützt.
In den 28 Punkten werden der Ukraine erhebliche Zugeständnisse abverlangt. Demnach soll das von Russland angegriffene Land dauerhaft Gebiete abtreten, seine Armee deutlich verkleinern und nicht der NATO beitreten.
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul sprach im Zweiten Deutschen Fernsehen von Vorschlägen, die noch nicht fertig seien. Jedes Engagement, dafür zu sorgen, dass die Konfliktparteien ins Gespräch kommen, sei unterstützenswert, so Wadephul. Aus Kyjiw heißt es, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwarte Gespräche mit Trump dazu in den kommenden Tagen.
52 Afghanen mit deutscher Aufnahmezusage landen in Hannover und Berlin
Deutschland hat weiteren Staatsbürgern Afghanistans die Einreise ermöglicht, die in ihrer Heimat von Verfolgung bedroht sind. Wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums mitteilte, landeten 52 Menschen auf den Flughäfen in Berlin und Hannover. Alle hätten das Aufnahmeverfahren und die Sicherheitsprüfung vollständig durchlaufen.
Aktuell warten noch rund 1900 Afghaninnen und Afghanen in Pakistan darauf, dass Deutschland sein Aufnahmeversprechen einlöst. Es handelt sich dabei um Menschen, die eine Verfolgung durch die radikalislamischen Taliban fürchten müssen. Sie hatten sich für die Demokratie in Afghanistan engagiert oder waren dort für die Bundeswehr und deutsche Institutionen tätig.
EU und Südafrika verbünden sich beim Umweltschutz
Die Europäische Union und Südafrika haben eine Partnerschaft für höhere Umweltstandards bei Handel und Investitionen unterzeichnet. Der Fokus liege darauf, Lieferketten sauberer und widerstandsfähiger zu machen, teilten EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa mit. Zudem sollten die Dekarbonisierung und die Herstellung von grünem Wasserstoff vorangetrieben werden.
In Johannesburg verkündeten beide Seiten ein Abkommen, das den Zugang zu wichtigen Rohstoffen für Unternehmen innerhalb der EU verbessern soll. Südafrika verspreche sich von der Zusammenarbeit nachhaltiges Wachstum, hieß es.
Am Samstag und Sonntag findet in Johannesburg der G20-Gipfel statt. US-Präsident Donald Trump, Chinas Staatschef Xi Jinping und Russlands Präsident Wladimir Putin haben angekündigt, dem Treffen der führenden Industrie- und Schwellenländer fernzubleiben.
Nigerianischer Separatistenführer Nnamdi Kanu muss lebenslang in Gefängnis
Wegen Terrorvorwürfen ist der Anführer der Biafra-Separatisten in Nigeria zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nnamdi Kanu, der die verbotene Gruppe Indigenes Volk von Biafra leitet, wurde in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen.
Der 58-Jährige hatte von der britischen Hauptstadt London aus über einen Radiosender für die Unabhängigkeit einer Republik Biafra geworben. Wiederholt hatte er die Volksgruppe der Igbo dazu aufgerufen, zu den Waffen zu greifen. Vor zehn Jahren wurde Kanu in Nigeria verhaftet, zunächst konnte er jedoch fliehen. Schließlich wurde er 2021 in Kenia gefasst und an sein Heimatland ausgeliefert.
Die einseitige Ausrufung einer unabhängigen Republik Biafra im Südosten Nigerias hatte bereits 1967 einen 30 Monate währenden Bürgerkrieg entfacht. Durch den Konflikt und eine dadurch ausgelöste Hungersnot starben damals geschätzt bis zu zwei Millionen Menschen.
Amtsverbot für obersten Staatsanwalt in Spanien
Der Oberste Gerichtshof in Madrid hat Spaniens Generalstaatsanwalt Álvaro García Ortiz zu einem vorübergehenden Berufsverbot sowie einer Geldstrafe verurteilt. Er muss mehr als 7000 Euro an die Staatskasse zahlen und darf zwei Jahre lang sein Amt nicht ausüben. García Ortiz soll eine vertrauliche E-Mail an die Presse weitergegeben und damit das Justizgeheimnis verletzt haben. Er selbst bestreitet die Vorwürfe.
Hintergrund ist eine Untersuchung gegen den Lebensgefährten der Regionalpräsidentin von Madrid, Isabel Díaz Ayuso, die der oppositionellen Volkspartei angehört. Ihrem Partner, der geklagt hatte, muss Ortiz 10.000 Euro Schadenersatz zahlen. Der Generalstaatsanwalt war von der Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez ernannt worden. Die Verurteilung von García Ortiz gilt daher als schwerer Rückschlag für den Regierungschef.
Kahlo-Kunstwerk erzielt Rekordsumme
In New York ist ein Gemälde der mexikanischen Malerin Frida Kahlo für 54,7 Millionen US-Dollar versteigert worden. Umgerechnet ist das ein Rekordpreis von mehr als 47 Millionen Euro. Noch nie habe das Werk einer Künstlerin bei einer Versteigerung einen derart hohen Erlös erzielt, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit.
Das bedeutende Selbstporträt mit dem Doppeltitel "Der Traum/Das Zimmer" stammt aus dem Jahr 1940. Das Werk zeigt Kahlo schlafend auf einem Bett in den Wolken, über dem ein Skelett zu schweben scheint. Die für ihren extravaganten Stil bekannte Künstlerin lebte von 1907 bis 1954. Sie gilt als eine der großen Malerinnen des 20. Jahrhunderts.
AR/jj/se (dpa, rtr, afp, epd, ap, ZDF)
Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.