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PolitikGlobal

News kompakt: Milliarde aus Deutschland für Regenwaldschutz

20. November 2025

Vergangene Woche von Kanzler Merz angekündigt, hat Deutschland auf der COP30 nun seine Unterstützung des Regenwaldfonds beziffert. Nach Trumps Unterschrift kommen die Epstein-Akten frei. Das Wichtigste in Kürze.

Brasilien Manaus 2024 | Luftaufnahme des Regenwalds in Manaus (13.03.2024)
Regenwald in ManausBild: Wang Tiancong/Xinhua/picture alliance

Die Verhandlungen bei der Weltklimakonferenz in Brasilien gehen mit einem wichtigen Signal aus Deutschland in die entscheidende Phase. Am Rande der COP30 in Belém haben Umweltminister Carsten Schneider und Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan eine Milliarde Euro für den Schutz des tropischen Regenwaldes zugesagt. Das Geld aus Deutschland soll in einem Zeitraum von zehn Jahren in den geplanten Tropenwaldfonds fließen.

Der von COP30-Gastgeber Brasilien initiierte Schutzfonds belohnt Länder finanziell, die ihre Regenwälder erhalten. Neben der brasilianischen Regierung haben bereits Indonesien und Norwegen Milliardensummen zugesagt. Beim Abbau des Klimagases CO2 spielen die Wälder in den Tropen eine wichtige Rolle. Sie sind jedoch durch Abholzung bedroht.

Trump unterzeichnet Gesetz zur Freigabe der Epstein-Akten

In den USA sollen die Ermittlungsakten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein nun veröffentlicht werden. Präsident Donald Trump hat das entsprechendes Gesetz unterzeichnet, das damit in Kraft tritt. Das teilte der Republikaner auf seiner Onlineplattform Truth Social mit. Zuvor hatten beide Parlamentskammern im US-Kongress das Gesetz mit überwältigender Mehrheit verabschiedet. Innerhalb von 30 Tagen soll nun das Justizministerium in Washington die Dokumente veröffentlichen.

Demonstration für die Freigabe der Epstein-Akten (im September in Washington)Bild: Kevin Wolf/AP Photo/picture alliance

Der im Gefängnis gestorbene Multimillionär Epstein war in einflussreichen Kreisen vernetzt. Er betrieb einen Missbrauchsring. Viele junge Frauen, darunter Minderjährige, waren Opfer. Trump, der einst persönlich mit Epstein bekannt war, hatte monatelang versucht, die Freigabe der Ermittlungsakten zu verhindern.

IAEA-Chef drängt auf iranischen Uran-Bericht

Wegen fehlender Informationen zum Verbleib von fast atomwaffenfähigem Uran macht der oberste UN-Atomwächter Rafael Grossi Druck auf den Iran. Die Regierung in Teheran müsse "unverzüglich" einen Bericht über den Zustand ihrer Atomanlagen und des dort gelagerten Materials vorlegen, sagte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien.

IAEA-Generaldirektor Grossi (am Mittwoch)Bild: Salih Okuroglu/Anadolu/picture alliance

Seit den israelischen und US-Angriffen auf Irans Atomprogramm im Juni hat die IAEA keinen Zugang mehr zu Uran-Vorräten, die in beschädigten Anlagen vermutet werden. Es handelt sich um mehr als 400 Kilogramm. Sie würden nach Angaben von Fachleuten für mehrere Atomwaffen ausreichen, wenn sie zu einem noch etwas höheren Reinheitsgrad weiterverarbeitet würden. Der Iran bestreitet, nach Nuklearwaffen zu streben. Diese Woche tagt in Wien der Gouverneursrat der IAEA. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten haben eine Iran-Resolution vorbereitet.

EU richtet Geberkonferenz für Palästinenser aus

Um die Arbeit der Palästinensischen Autonomiebehörde finanziell abzusichern, kommen rund 60 Delegationen an diesem Donnerstag in Brüssel zusammen. Gastgeberin der Geberkonferenz ist die Europäische Union. Auch arabische Staaten schicken Vertreter.

Bei dem Treffen soll es unter anderem um die Reformpläne der Autonomiebehörde gehen. An Fortschritte in diesem Bereich knüpft die EU künftige Auszahlungen. Die Palästinensische Autonomiebehörde verwaltet Teile des von Israel besetzten Westjordanlandes. Zusagen für neue Finanzhilfen für das andere Palästinensergebiet, den Gazastreifen am Mittelmeer, werden bei der Brüsseler Konferenz nicht erwartet.

Italien liefert Nord-Stream-Tatverdächtigen aus

Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee kann von Italien an Deutschland ausgeliefert werden. Das Oberste Gericht habe die Übergabe des Verdächtigen an deutsche Behörden genehmigt, sagte sein Anwalt Nicola Canestrini.

Der Ukrainer war im August in der italienischen Stadt Rimini aufgrund eines europäischen Haftbefehls festgenommen worden. Er bestreitet jede Beteiligung an den Explosionen, die vor drei Jahren russische Erdgaslieferungen durch Ostsee-Pipelines unterbrachen. Deutschen Ermittlungen zufolge soll der Ukrainer die Anschläge auf die beiden Gasröhren im September 2022 koordiniert haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und verfassungsfeindliche Sabotage vor.

Bundespräsident vergibt Auszeichnung für Brennstoffzellen-Antrieb

Der Deutsche Zukunftspreis geht in diesem Jahr an die Entwickler eines emissionsfreien Schwerlasters. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ehrte in Berlin ein dreiköpfiges Forscherteam des Stuttgarter Unternehmens Bosch: Christoffer Uhr, Kai Weeber und Pierre Andrieu. Sie haben ein Antriebssystem entwickelt, das aus Wasserstoff Strom erzeugt.

Bosch-Forscher Pierre Andrieu, Christoffer Uhr und Kai Weber (v.l.n.r.)Bild: DZP/Ansgar Pudenz

Wie es bei der Preisverleihung am Mittwochabend hieß, ermöglicht der neuartige Antrieb emissionsfreie Fahrten mit schweren Lastwagen ohne Einschränkungen bei Reichweite oder Nutzlast. Ein Brennstoffzellen-LKW mit Wasserstofftank sei rund vier Tonnen leichter als ein vergleichbarer Batterie-Lastwagen. Auch das Tanken dauere nur wenige Minuten.

Der Bundespräsident würdigt jedes Jahr Wissenschaftler und Ingenieure mit dem Deutschen Zukunftspreis. Die Auszeichnung ist mit 250.000 Euro dotiert.

AR/haz/ie/se (afp, dpa, rtr, kna, epd, ap, ZDF)

Dieser Artikel wurde um 9.30 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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